Viele Gratulanten bei "Rot-Weiß"
Erste Mannschaft feiert Aufstieg in die Gruppenliga Süd
Von unserem ständigen Mitarbeiter

Bereits vor einigen Wochen jubilierte man in Walldorf unter den Anhängern des Sportvereins „Rot-Weiß", hatte doch die Fußballmannschaft einen
derart guten Punktvorsprung in der Tabelle, daß der Aufstieg von der Bezirks-klasse Darmstadt in die Gruppenliga Süd sicher war. Obwohl bereits
damals viel gefeiert wurde, jetzt gab es auch noch offiziell die Meisterschaftsfeier, zumal auch die Juniorenmannschaft in ihrer Klasse
Tabellenerster wurde. Im "Waldenserhof", dem Vereinslokal, traf man sich zu einer würdigen Feier, die vom Juniorenfanfarenzug mit der
Siegesfanfare eingeleitet wurde. Auch der Handharmonikaklub und der MGV „Liederzweig-Frohsinn" gratulierten musikalisch.
Ehrenvorsitzender Jakob Steckenreiter schilderte in chronologischer Rei-henfolge die Erfolge und Misserfolge der Rot-Weißen" in den letzten
Jahren. Dabei sprach er dem Trainer und früheren Schlussmann im Tor der Frankfurter „Eintracht", Egon Loy, ein hohes Lob für die hervorragende
Trainingsleistung aus. Er würdigte ihn als einen vorbildlichen Sportsmann. Weiterhin sprach er die Hoffnung aus, daß diese guten Leistungen der
Mannschaft auch in Zukunft als Ansporn dienen werde zu noch besseren Leistungen in der neuen Klasse.

Verdienstnadeln vergeben
Vorsitzender Adolf Schmelzeis ehrte die Mannschaft mit Ersatzspielern und Trainer. Die Verdienstnadel in Silber erhielten Egon Loy, Hans
Ammermann, Bernd Busse, Siegfried Eberlein, Walter Gutfrucht, Heinz Becker, Egon Heim, Klaus Hohnschild, Klaus Illichmann, Karl
Kippenberger, Gerd Spengler, Friedel Schulz, Günter Wessolek, Adolf Zwilling, Herbert Pons und Piedro Nolasco. Weiterhin erhielt Peter Krug für
sein 250. Spiel im Dress der „Rot-Weißen" noch die goldene Ehrennadel, ebenso auch Heinz Deters, Spielführer Erwin Meffert, Kurt Zwilling,
Trainerassistent Heinz Becker sowie Vorsitzender Schmelzeis.
Von Bezirksfußballwart Josef Fach erhielten die beiden Mannschaften ihre Meisterdiplome. Eine ausführliche Würdigung ging dem voraus. Fach
erwähnte dabei, daß die Runde sehr fair gewesen sei, und hob anerkennend hervor, daß die Mannschaft von „Rot-Weiß" Walldorf die ohne
weiteres be-ständigste und spielstärkste gewesen sei.
Weiterhin wurden für Verdienste und langjährige Treue Martin Hepp, Karl-heinz Tron, Günter Pons, Martha Hasenflug und Karl-Heinz Denk mit der
silbernen Ehrennadel geehrt, während die goldene Nadel für 50jährige Mit-gliedschaft an Otto Armbruster, Wilhelm Cezanne, Adam Jourdan,
Ludwig Klein und Georg Röder überreicht wurde.

Sportliches Ansehen gefestigt
Außerdem sah Fach keine Befürchtungen für die Walldorfer Mannschaft in der höheren Spielklasse, in der sie sich seiner Meinung nach ohne
weiteres bewähren werden, zumal die Walldorfer das Klima bereits kennen.
Auch Bürgermeister Christian Zwilling hatte es sich nicht nehmen lassen, der Walldorfer Mannschaft zu gratulieren. In seinen Glückwünschen hob
er hervor, daß die Mannschaft nun das sportliche Ansehen Walldorfs weiter gefestigt habe. Er übergab der Mannschaft die Plakette der Stadt für
besondere sportliche Leistungen sowie dem Verein ein Geldgeschenk.
Für jeden Spieler Sekt
Der Vorsitzende des Konkurrenz- und Nachbarvereins, SKG Walldorf, Peter Jourdan, über-brachte Glückwünsche. Auch TGS-Vorsitzender Peter
Emmel gratulierte herzlich und unter-mauerte dies mit je einer Flasche Sekt pro Spieler. Aber auch "Sorgenkind-Fahr-Radbastler und begeisterter
Fußballfan, Jakob Best, gratulierte mit der Mahnung, vom „einseitigen Flügelspiel" abzugehen. Für die Altersspieler gratulierte Jakob Tron, Rektor
Ernst Scheufele überbrachte als ältester Spieler der „Alt-Herren" Mannschaft herzliche Grüße.
Ein Geldgeschenk übergab MGV „Liederzweig-Frohsinn" Vorsitzender Wilhelm Jourdan. Ein Vertreter der SKV Mörfelden, die aus der Bezirks-
klasse absteigen muss, überbrachte Nachbarschaftsgrüße und einen Ball. Neue Trikots stiftete der Vereinswirt.

Dank an die Fans
Vorsitzender Schmelzeis dankte allen, insbesondere aber den treuen Zuschauern, die an dem Aufstieg „ihrer" Rot-Weißen keinen unerheblichen
Anteil hätten dank ihrer andauernden Anfeuerungsrufe bei Heim- und Auswärtsspielen.
Egon Loy

Der heute 37jährige Ex- Eintrachthüter hat von sei-
nem früheren Können kaum etwas eingebüßt. Zu-
künftig will Loy nur noch als Trainer fungieren.
Das 6:1 gegen Weiterstadt war eine klare Sache.
Eine glänzende Vorstellung gab Karl Kippenberger,
der zu Beginn der Saison von Rotweiß Frankfurt
nach Walldorf kam und zu den Stützen der Mann-
schaft zählt. Als Mittelfeldspieler schoss er drei
Tore. Auch Tormann Busse, der nach dem 2:0 einige
Male geprüft wurde, machte seine Sache sehr gut.
Nach dem Sieg war der Jubel bei der Mannschaft
und den Anhängern groß. Der Spielmannszug des
Vereins holte die Meisterelf vom Platz ab. Mit Musik
ging es im offenen Wagenkorso zum Vereinslokal
Waldenser-Hof. Die Meisterschaft wurde gebührend
gefeiert. Bis nach Mitternacht saßen alle Beteiligten
in fröhlicher Runde zusammen. Rotweiß Walldorf
bestreitet noch zwei Spiele. Am 1. Juni in Baben-
hausen und eine Woche später gegen Niederroden.
Trainer Egon Loy: ,,Die Mannschaft hat mir mit dem
Meisterschaftsgewinn die größte Freude und Aner-
kennung für meine Arbeit gemacht.
Natürlich wollen wir auch die beiden noch ausstehen-
den Spiele gewinnen."
EHRUNGEN
Für 250 Spiele im Trikot der ersten Mannschaft
erhielt Peter Krug (rechts) die goldene Verdienst-
nadel
, die außerdem noch an Heinz Deters (links),
Erwin Meffert, Kurt Zwilling, Heinz Becker
(Assistent des Trainers) und an den 1. Vorsitzenden
Adolf Schmelzeis verliehen wurde.
Torwart Bernd Busse kam 1965 zu den Rot-
Weissen. Wurde in 6 Jahren 95 mal einge-
setzt und mußte dabei 131 mal hinter sich
greifen. Im Meisterjahr stand er 28 mal
zwischen den Pfosten kassierte dabei 38
Gegentreffer.
Die letzte Saison bestritt Busse 1970/71.
Piedro Nolasco kam ebenfalls nur 1 mal zum
Einsatz. Am letzten Spieltag im Heimspiel
gegen die SG Nieder-Roden, beim 3:1-Sieg
der Roten.
Es blieb sein einziger Einsatz in der 1.
Mannschaft.
Karl-Heinz Courtial kam in dieser Saison
nur 1 mal zum Einsatz. Am 18. Spieltag
mußte er im Heimspiel gegen den KSV
Urberach den Ehrentreffer der Gäster zum
6:1 hinnehmen.
Es blieb sein einziger Einsatz.
Hans-Jürgen Ammermann
Thomas Schäfer
Ges.-Einsätze >200 Tore > 3
Das Meisterteam
Hintere Reihe von links: Jakob Mai, 1. Vors. Adolf Schmelzeis, Trainer Egon Loy, Klaus Hohnschild, Erwin Meffert, Gerd Spengler, Adolf Zwilling,
Hans Becker, Heiner Deters, Siegfried Eberlein, Peter Krug, Heinz Becker, SpA-Vorsitzender Kurt Zwilling, Ottmar Henning.
Vordere Reihe: Günter Wessolek, Klaus Illichmann, Karl Kippenberger, Bernd Busse, Egon Heim, Hans-J. Ammermann, Franz Quintus.

Piedro Nolasco
1969 Meister Bezirksklasse Darmstadt
Egon Loy
Der frühere Torwart der Frankfurter Eintracht
übernahm 1966 für Heinrich Nees die
Mannschaft und blieb sechs Jahre - bis
1971. Egon Loy hatte die Mannschaft
systema-tisch aufgebaut, belegte mit ihr
zweimal Platz 4. Der Lohn der Bemühungen,
war dann in dieser Saison die Meisterschaft
in der Bezirksklasse. In der Gruppenliga
sprangen dann noch mal Rang 7 und 4
heraus. Loy muste im Meisterjahr selbst 11
mal den Kasten hüten, ließ aber nur 8
Gegentore zu.
Bernd Busse
Karl-Heinz Courtial
Einsätze 1 / Gegentor 1
Einsätze 95 / Gegentore 131
Einsätze 18 / Gegentore 11
Einsätze >120 / Tore > 30
Hans-Jürgen Ammermann kam von Vikt.
Kelsterbach Anfang der Saison zu den
Roten. Bis zu seinem Ausscheiden 1974
kommen gut 129 Einsätze und über 30 Tore
zusam-men.
Über die Saison 72/73 und 73/74 habe ich
noch keine Daten.
Thomas Schäfer bestritt letzte Saison 19
Spiele für Rot-Weiss und bekam dabei 21
Gegentreffer. Diese Saison wurde er nur 2
mal eingesetzt, bei den Spielen gegen SG
Nieder-Roden (1:1) und gegen Opel
Rüsselsheim II (3:4).
Einsätze 21 / Gegentore 26
Einsätze 1 / Gegentor 1
Siegfried Eberlein
Heiner Deters
Walter Gutfrucht
Siegfried Eberlein kam vom SV Nauheim
zur Saison 67/68 zu den Roten.
Brachte es in seinen 3 Jahren auf 27
Einsätze.
Einsätze 27 / Tore 0
Heiner Deters bestritt zwischen 1962 bis
1976 ca. 200 Punktspiele in der 1. Mann-
schaft. Leider liegen mir nicht alle Jahre vor.
Auch als Torwart machte Heiner eine gute
Figur. Immerhin mußte er als Feld-spieler 8
mal für seine Torwartkameraden einspringen
und ließ dabei nur 7 Treffer zu.
Im Meisterjahr kam er 26 mal zum Einsatz.
Später, in der Saison 78/79 wurde er noch-
mals reaktiviert.
Einsätze >300 / Tore > 30
Walter Gutfrucht kam 1965 von der SKG
Walldorf zum SV Rot-Weiss.
Spielte insgesamt 32 in der 1. Mannschaft.
Kehrte danach (1970) wieder zur SKG
zurück.
Einsätze 32 / Tore 12
Egon Heim
Egon Heim spielte von 66/67 bis 69/70 für
Rot-Weiss in der 1. Mannschaft.
Wurde in den 4 Jahren 77 mal eingesetzt
und erzielte 3 Tore.
Einsätze 77 / Tore 3
Klaus Hohnschild
Einsätze >120 / Tore > 20
Klaus Hohnschild spielte 7 Jahre für Rot-
Weiss. Von 62/63 bis zur Meisterschaft.
Über die ersten 3 Jahre habe ich keine
Daten. Er dürfte rund 120 Spiele bestritten
haben.
Klaus Illichmann
Klaus Illichmann kam ebenfalls in der
Saison 62/63 nach Walldorf und spielte hier
9 Jahre. Ein Jahr nach der Meisterschaft war
dann auch für ihn schluß. Über die ersten 3
Jahre habe ich keine Daten. In seiner aktiven
Zeit kommen gut 200 Einsätze zusammen.
Erfaßte Daten von 65/66 bis 70/71, 159
Spiele und 3 Tore.
Einsätze >200 / Tore > 20
Karl Kippenberger
Karl Kippenberger wechselte zu Saisonbe-
ginn von Rot-Weiß Frankfurt nach Walldorf.
In seinen 3 Jahren bei Rot-Weiss kam er auf
68 Einsätze und schoß 14 Tore.
Einsätze 68 / Tore 14
Gesamteinsätze 228 Tore 91
Erwin Meffert - Rekordspieler der Roten.
14 Jahre in der 1. Mannschaft, daß kann
sich sehen lassen. Angefangen hatte er in
der Saison 1962/63 - seine Karriere bendete
er nach der Saison 1975/76.
Über die ersten 3 Jahre habe ich keine
Daten. Erwin dürfte gut 300 Spiele in der 1.
Mann-schaft bestritten haben.
Erwin Meffert
Einsätze >300 / Tore > 5
Einsätze 73 / Tore 16
Herbert Pons
Herbert Pons spielte zwischen 1965 und
1969 für Rot-Weiss in der 1. Mannschaft und
kam dabei 73 mal zum Einsatz.
Herbert erzielte 16 Treffer.
Friedel Schulz, spielte 6 Jahre - von 65/66
bis 70/71- für Rot-Weiss und dann noch-
mals 5 Jahre - von 74/75 bis 78/79.
Friedel kann später in der Saison 77/78
seine zweite Meisterschaft feiern.
In 168 Meisterschaftsspielen schoß er 16
Tore. Auch in Pokal- und Freundschafts-
spielen wußte Friedel zu gefallen.
Friedel Schulz
Einsätze / 168 Tore 16
Franz Quintus
Franz Quintus, kam in seiner ersten Saison
für Rot-Weiss nur 1 mal - am Spieltag gegen
Opel Rüsselsheim - zum Einsatz. Spielte
noch im Pokal und Freundschaftsspielen.
Einsätze 1 / Tore 0
Günter Wessolek
Günter Wessolek, kam zu Saisonbeginn von
Vikt. Kelsterbach zu SV Rot-Weiss und
blieb zwei Jahre in Walldorf.
Er wurde 42 mal eingesetzt, schoß ein Tor.
Einsätze 42 Tore 1
Peter Krug
Peter Krug ist ein echtes Eigengewächs.
Sein 1. Spiel bestritt der damals 19jährige
am 6.6.1962 im Aufstiegsspiel zur Hessen-
liga gegen Germ. Wiesbaden (Walldorf un-
terlag mit 1:2). Es sollten weitere 227
Punktspiele folgen. Sein 1. Tor schoß er in
der Saison 62/63 beim 2:2 in Lampertheim.
Mit Einsätze in der 2. Mannschaft und in
Pokalspielen brachte er es auf gut 250
Einsätze und über 100 Tore.
Noch bis zur Saison 67/68 spielte Peter mit
seinen Brüdern Walter und Willi in einer
Mannschaft.
Gerd Spengler
Gerd Spengler, wechselte 1967 von der
Spvgg. Neu.Isenburg zu den Rot-Weißen
und spielte 9 Jahre in der 1. Mannschaft.
Über die Jahre 71/72 und 72/73 liegen mir
keine Daten vor.
Gerd müßte gut 250 Spiele im Dress der
Roten absolviert und dabei ca. 100 Tore ge-
schossen haben.
Vorhandene Daten: 191 Einsätze 87 Tore.
Adolf Zwilling, spielte 8 Jahre - von 63/64 bis
70/71- für Rot-Weiss und dann nochmals 5
Jahre - von 76/77 bis 80/81.
In über 250 Meisterschaftsspielen schoß er
über 100 Tore. Hinzu kommen noch Pokal-
und Freundschaftsspiele.
Auch Adolf kann in der Saison 77/78 seine
zweite Meisterschaft feiern - als Spieler und
Spielertrainer.


Adolf Zwilling
Einsätze >250 / Tore > 100
Einsätze >250 / Tore > 100
Einsätze >250 / Tore > 100