Die bestehende Schüler- und Jugendabteilung hat jährlich zur Abwicklung der Punktspiele mehrere
Mannschaften zu betreuen. Viele Jungen der Schülermannschaft sind auch aus der Mini-Meister-
schaft hervorgegangen, so z.B. eine Mannschaft mit Tobias Wolf, Felipe Fernandez, Thomas Haid
und Marco Friedrich. Mit nur 3 Punkten Rückstand auf den Tabellenersten beendete diese Mann-
schaft die Verbandsrunde 2000/01. Es muss an dieser Stelle hervorgehoben werden, dass die
Führung und Betreuung einer Jugendabteilung mit einem nicht unerheblichen Aufwand an ehrenam-
tlicher Arbeit verbunden und es oft sehr schwierig ist, die erforderlichen Helfer zu finden. Diese
Situation wurde besonders deutlich, als zur Jahreshauptversammlung 2002 kein Jugendleiter ge-
funden wurde und der neue 1.Vorsitzende, Pit Pretzell, diese Aufgabe in Personalunion überneh-
men musste. Er hat sich inzwischen sehr erfolgreich und engagiert dieser Aufgabe gewidmet und
die Seniorenmannschaften zur Übernahme sog. „Patenschaften" verpflichtet. So nahmen in der
Saison 2003/04 vier Nachwuchsmannschaften an der Punktspielrunde teil und dies mit sehr erfreu-
lichen Ergebnissen. Die Jugend wurde in der 1.Kreisklasse, die 1. Schüler-mannschaft in der Kreis-
liga Meister. Die 2.Schülermannschaft belegte den 5.Platz, während die 3.Schülermannschaft, die
sich aus Teilnehmern der diesjährigen Minimeisterschaft rekrutierte, in der sog. Schnupperrunde
Erster wurde. Darüber hinaus gelang es Pepe Liersch und Marco Dieck sich über Kreis- und
Bezirksentscheide für die Hessischen Jahrgangsmeisterschaften zu quali-fizieren. Diese Erfolge
belegen deutlich die Qualität der Jugendarbeit, was nicht zuletzt dem unentwegten Engagement
von Pit Pretzell und den Trainern zu verdanken ist.
CHRONIK DER ABTEILUNG TISCHTENNIS
Die Tischtennis-Abteilung von Rot-Weiss Walldorf

In Walldorf wird Tischtennis in Vereinen seit Anfang der 50iger Jahre gespielt. Zuerst im dama-
ligen Gasthaus „Adler" als Ab-teilung eines Schachclubs, dann als selbständiger Tischtennis-
Club und schließlich auch als Sparte bei der SKG Walldorf.
Als zunehmend räumliche Schwierigkeiten auftraten, gründeten Horst Bergemann und Dieter
Müller (+) zusammen mit 18 weite-ren Sportkameraden diese Abteilung bei Rot-Weiss Walldorf.
Große Unterstützung fanden sie bei der damaligen Vereinsfüh-rung durch Heinrich Tron (1.
Vorsitzender) und Adolf Schmelzeis (2.Vorsitzender), mit denen sie am 15.04.1962 diese Sparte
aus der Taufe hoben.

Mit Horst Bergemann, Dieter Müller (+), Helmut Jakob und Hans Fischer (+) stand auch gleich
der erste Abteilungsvorstand zur Verfügung. Die Ausstattung mit 5 Tischen auf Anhieb war als
sehr komfortabel zu betrachten, weil man bisher gewöhnt war mit ca. 20 Spielern auf nur 2
Tischen trainieren zu können. So konnte der Sportbetrieb unter optimalen Bedingungen aufge-
nommen werden.

Mit 2 Herrenmannschaften und 1 Jugendmannschaft startete man in die Verbandsrunde 1962/63.
In der Aufstellung Brüggemann, Feldmann, Bergemann, Müller, Walser und Egerland belegte
man 1963 gleich einen beachtlichen 2.Platz in der Kreisklasse A.
Horst Bergemann, Gründungsmitglied und 1.Abteilungsleiter
Die Zunahme der aktiven Mitglieder und der damit verbundene gesunde Konkurrenzkampf unter den sehr günstigen Trainingsbedingungen führte, nach einer Phase
der Konsolidierung, zu einem beträchtlichen Anstieg der Spielstärke. Die Folge war ein weiterer Aufstieg nach dem Spieljahr 1967/68 in die Gruppenliga.
Die günstigen Trainingsver-hältnisse im Waldenserhof, wo bald 6 Tische für den Sportbetrieb zur
Verfügung standen, trugen schnell ihre Früchte. Bereits im 2.Jahr des Bestehens konnte die
1.Mannschaft (Brüggemann, Walser, Bergemann, Egerland, Bundt und Schmirler) in die Bezirks-
klasse aufsteigen.

Einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Spielstärke leistete damals auch Walter Tron, der durch seine engagierte Jugendarbeit wichtige Nachwuchstalente,
wie z.B. Erich Siegel und Gerhard Müller und in weiterer Folge Goth, Kästner, Liersch und Kilian, heranbildete und förderte. Ferner war für das erste Paarkreuz
Horst Wolff hinzugekommen, was für die Mannschaft eine erhebliche Verstärkung bedeutete. So belegte der Aufsteiger Rot-Weiss nach der Punktspielsaison
einen nicht erwarteten 2. Platz und konnte sich über ein Relegationsspiel überraschend für den Aufstieg in die Landesliga qualifizieren.

Neben den sportlichen Aktivitäten kamen gesellschaftliche Veranstaltungen nicht zu kurz. Erwähnt werden muss hierbei eine Faschingsfete aus dem Jahr 1968.
Da damals am Rosenmontag in Walldorf so gut wie nichts los war, schien dieser Tag bestens geeignet. Unter sachkundiger Leitung von Willi Tron wurde der
kleine Saal faschingsmäßig hergerichtet. Diese einzige Karnevalsveranstaltung, die nicht einmal öffentlich angekündigt war, muss sich dann in Walldorf wie ein
Lauffeuer herumgesprochen haben und im Laufe des Abends wurde das Sälchen zur Überraschung aller brechend voll. Der Erfolg dieses Abends war die
Initialzündung für die vielen folgenden Rosenmontagsbälle, die der Gesamtverein übernahm und dann jedes Jahr ausrichtete.
Im sportlichen Bereich ging es weiter aufwärts. Als es gelang, den Bundes-
ligaspieler Rudi Leskovics zu holen, erspielte sich die 1.Mannschaft in
Folge den Aufstieg in die Hessenliga und 1971/72 in die Oberliga Südwest.
Mit Leskovics, Siegel, Maurer, Wolff, Bierach, Goth u. Müller standen sogar
sieben spielstarke Leute für diese für Walldorf außer-ordentlich hohe
Spielklasse zur Verfügung. Auch die unteren Mann-schaften hatten glei-
chermaßen an Qualität und Quantität gewonnen,
so dass Rot-Weiss mit 5 Herrenmannschaften an der Verbandsrunde
teilnahm. In dieser Zeit ge-lang der 2.Mannschaft der Aufstieg in die
Bezirksklasse und der 3. in die A-Klasse.

Erfahrungsgemäß erfordert eine Oberligazugehörigkeit erhebliche finan-
zielle Mittel. Diese waren auf Dauer aus dem laufenden Etat nicht auf-
zubringen. Außerdem stand kein finanzkräftiger Sponsor zur Verfügung. Ei-
nen großen Teil der Mittel verdiente sich damals die Abteilung mit dem
Garderoben-dienst bei Veranstaltungen im Waldenserhof. Dafür mussten
jedoch meistens die unteren Mannschaften herhalten, was mit der Zeit zu
erheblichen Unruhen innerhalb der Abteilung führte. Dieser Zustand
äusserte sich auch in der drastisch abnehmenden Bereitschaft zu
ehrenamtlicher Mitarbeit. Die Folge war ein mehrfacher Wechsel in der
Spartenleitung, die 1970 Friedel Simon übernahm, nach 2 Jahren
zurücktrat, um es erneut 1974 zusammen mit Horst Bergemann zu
versuchen.



Wolff, Maurer, Müller, Siegel, Goth und Leskovics schafften den Aufstieg in die
Hessenliga
Die gesamte Situation machte es dann notwendig, eine außerordentliche Spielerversammlung einzuberufen, auf der mit überwältigender Mehrheit beschlossen
wurde, alle Spielerbezahlungen außerhalb tatsächlicher Aufwendungen einzustellen. Man war sich in der Spartenleitung über die Folge dieses Beschlusses be-
wusst, aber es gab keine andere Wahl, um den unzuträglichen Unruhen entgegenzuwirken und zur früheren Sportkameradschaft mit der Bereitschaft zu ehren-
amtlichen Engagement zurückzufinden.
In der Tat traten die erwarteten Folgen ein: Leskovics, Siegel, Maurer und Bierach verließen den Verein.
Die Neuzugänge Werner Baldreich und Eberhard Volz und die aus der 2.Mannschaft nachrückenden
Otto Hönig und Manfred Wagner konnten mit den verbliebenen Spielern Manfred Goth und Horst Wolff
diese Lücken nicht schließen. Die Mannschaft stieg aus der 2. Oberliga Südwest ab und konnte auch
die Hessenliga nicht halten. Es war in erster Linie den eigenen Nachwuchsspielern Goth, Kästner,
Liersch und Kilian zu verdanken, dass sich der sportliche Abstieg in Grenzen hielt. So fand man sich
1976 in der Landesliga wieder, in der man sich zunächst nur mit Mühe behaupten konnte.

Nach dieser Neuorientierung waren auch wieder Lichtblicke zu verzeichnen: Mit den Zugängen von
Manfred Stoyhe und Rüdiger Nowigk konnte sich die Mannschaft spürbar verstärken. 1981 gelang in der
Aufstellung Stoyhe, Goth, Kästner, Wolff, Liersch und Nowigk erneut der Aufstieg in die Hessenliga. In
den folgenden Jahren kam Norbert Stangner nach Walldorf zurück, Jörg Weyrich aus der eigenen Jugend
hatte sich zu einem Spitzenspieler in der Hessenliga entwickelt und Lutz Kaiser, von der SKG Walldorf
hinzugekommen, war nicht nur in spielerischer Hinsicht eine wertvolle Verstärkung. Rot-Weiss gehörte
in der Hessenliga wieder zu den Mannschaften, mit denen man rechnen musste, und mehrfach wurde
ein Aufstieg nur knapp verpasst.

1. Herrenmannschaft 1987 (Hessenliga): Stangner,
Eli, Kästner, Goth, Stoyhe und Weyrich
Manfred Goth,
Abteilungsleiter
1985 - 2002
1985 übernahm Manfred Goth die Spartenleitung. Zuvor stand Dieter Kästner für 2 Jahre an der Spitze und für 1 Jahr Erich Siegel,
der auch seit 1985 ununterbrochen die Finanzen der Abteilung verwaltet. Unter der Regie von Goth konnte die Ab-teilung 1987 ihr
25-jähriges Bestehen feiern, was auch gebührend begangen wurde: Ein Großturnier in der Halle an der Okrifteler Straße und eine
akademische Feier mit anschließender Tanzveranstaltung in der Stadthalle.

Zu dieser Zeit war Rot-Weiss mit 6 Herrenmannschaften und ebenso vielen Jugend- und Schülermannschaften in der Verbands-
runde vertreten. Allerdings hatten die verpassten Aufstiegschancen einige Motivation genommen, und so bewegte sich in der
folgenden Zeit nichts mehr in Bezug auf Leistungssteigerung. Der berufliche Wechsel von Manfred Stoyhe nach München riss
erneut eine Lücke in das Mannschaftsgefüge. Als dann noch Jörg Weyrich aus ausbildungstechnischen und spielerischen
Gründen nach Darmstadt wechselte, wo er in einer höheren Spielklasse zum Zuge kam, war der Faden gerissen.

Die Lücken konnten nicht mehr geschlossen werden, alle mussten in den
Mannschaftsaufstellungen nach oben nachrücken und so erfolgte 1990
zwangsläufig der Abstieg. Kampf um Klassenerhalt kennzeichnete auch die
nächsten Jahre. Zwischenzeitlich waren zwar Michael Zick und Thomas
Paas von Mörfelden hinzugekommen, jedoch reichte die Ge-samtmann-
schaftsstärke nicht aus, um auf Dauer die Spielklasse zu halten. So fand
man sich nach der Saison 1993 in der 2.Verbandsliga wieder. 1995 wurde
vom Hessischen Tischtennis-Verband infolge der immensen Zunahme von
Vereinen eine Strukturreform mit neuen Spiel-klassen durchgeführt und Rot-
Weiss nach einem 6.Platz in der 2.Ver-bandsliga der neuen Bezirksoberliga
zugeteilt.
Bis hierhin könnte der Eindruck entstanden sein, die Abteilung bestehe nur
aus der 1.Mannschaft und betreibe nur Tischtennis. Ganz im Ge-genteil, es
wurde auch mit viel Freude und Leidenschaft in den unteren und in den Ju-
gend- und Schülermannschaften gespielt. Als 1976 das neue Vereinsheim
eingeweiht wurde, entschloss sich z.B. die damalige 5.Mannschaft neben-
her auch noch zu kegeln und trifft sich genau in dieser Zusammensetzung
heute noch regelmäßig im Rot-Weiss Club-haus.
Die 5.Herrenmannschaft 1988 Meister der 2.Kreisklasse
Davon abgesehen, war die Abteilungsleitung stets darauf bedacht, gesellschaftliche
und kulturelle Angebote zu unterbreiten, um auch die Angehörigen in das Vereins-
geschehen mit einzubeziehen: Weihnachtsfeiern, Grillfeste, Rad- und Busausflüge
in jährlicher Folge waren gut besucht und fanden stets großen Anklang. Besonders
die regelmäßigen Busausflüge, organisiert von der Abteilungsleitung und Manfred
Goth, erfreuten sich großer Beliebtheit. Fahrten ins Nahetal mit Weinprobe, in die
Residenzstadt Würzburg, an die Weinstrasse nach Neustadt, zur Neckarfahrt nach
Heidelberg, zur Universitätsstadt Marburg, zum Rhein in Flammen nach Bingen,
nach Maria Laach und in die Eifel sind nur einige Beispiele gelungener Ausflüge.
Ende der 80er bis in die 1.Hälfte der 90er hatte sich sogar eine Wandergruppe
gebildet, un-ter der Leitung von Christel Pretzell, die ihre einschlägige Ausbildung in
der Wanderführerschule Südpfalz in Lindelbrunn erfahren hatte. Mit viel Orientie-
rungssinn und Blick für Natur und kulturelle Dinge führte die Frau des heuti-gen
Spartenleiters die Gruppe im Tau-nus, im Spessart, Odenwald und in der nördlichen
Pfalz, wo ihr jedes Mal ein zünftiger Abschluss bei einer Kneipen-Kur gelang.

Die Bezirksoberliga, in die Rot-Weiss inzwischen eingestuft war, konnte zunächst mit Mittelplätzen einigermaßen sicher gehalten werden. 1996 schaffte sogar die
2.Mannschaft mit Bernd Kilian, Siggi Liersch, Carsten Berz, Erich Siegel, Horst Wolff und Dieter Beutel den Aufstieg in die Bezirksklasse, die sie jedoch infolge
häufiger Ersatzgestellungen für die 1.Mannschaft nicht halten konnte. 1997 verließ Thomas Paas den Verein und prompt erfolgte 1998 nach Relegationsspielen der
Abstieg in die Bezirksliga. Dessen ungeachtet konnte eine untere Mannschaft wieder einen Aufstieg feiern: Geimer, Derenbach, Zwilling, Marr, Tron, Götze, Otto
und Kretsch waren an dem Erfolg beteiligt und stiegen in die 1.Kreisklasse auf. Man muss dabei berücksichtigen, dass es unteren Mannschaften selten gelingt,
längere Zeit in der gleichen Aufstellung zu spielen. Denn es muss Ersatz gestellt werden, wenn in höheren Klassen Spieler fehlen.
Zwischenzeitlich hatte sich Carsten Berz zum Stammspieler in der 1.Mannschaft qualifiziert. Die Zunahme seiner Spielstärke hatte sogleich Auswirkungen auf die
Mannschaft. Ohne vorherige Erwartungen erreichte man völlig überraschend einen 2.Tabellenplatz und schaffte über die Relegation den Aufstieg in die Bezirks-
oberliga. Die Freude war riesengroß, weil niemand von dieser Mannschaft mit Erich Siegel, Dieter Kästner, Carsten Berz, Hubert Schulz, Man-fred Goth, Lutz
Kaiser und Stefan Hahn diese Leistung erwartet hatte. Gleichzeitig stieg auch die 2.Mannschaft in der Aufstellung Liersch, Derenbach, Wolff, Beutel, Götze und
Zwilling wieder in die Bezirksklasse auf. Damit wurde die Saison 1998/99 als sehr erfolgreich abgeschlossen. Seitdem hat sich die 1.Mannschaft mit Mittelplätzen
in der Bezirksoberliga etabliert. Carsten Berz, der bis dahin jüngste Spieler in dieser Mannschaft, hat weiter seine Spiel-stärke verbessert und wertvolle Erfahrun-
gen in dieser Spielklasse sammeln können. An der Seite von Dieter Kästner, Erich Siegel, Lutz Kaiser und Manfred Goth hatte sich auch Hubert Schulz zu einem
wichtigen Stammspieler entwickelt.

In den folgenden Jahren konnte der Leistungsstand gehalten werden, obwohl immer wieder Koordinationsprobleme zwischen den Mannschaften wegen der Ersatz-
gestellung auftraten. In der Saison 2003/04 war es erstmals wieder möglich, mit 5 Herrenmannschaften in die Verbandsrunde zu starten. Überzeugend präsentierte
sich die 2.Mannschaft, die unangefochten mit dem 1.Tabellenplatz abschloss und damit in die Bezirksliga aufgestiegen ist. Die 3.Mannschaft erkämpfte sich über
Relegationsspiele den Aufstieg in die Kreisliga. Die beiden anderen Mannschaften, die 4. und die 5., belegten sichere Mittelplätze abseits jeglicher Abstiegsgefahr.
Bei Betrachtung dieser 4 Mannschaften könnte man ohne weiteres von einem deutlichen Aufwärtstrend sprechen, wenn nicht die 1. Mannschaft durch äußerst
unglückliche Umstände - 2 wichtige Stammspieler waren unerwartet fast für die gesamte Runde ausgefallen - aus der Bezirks-oberliga absteigen musste. Da
solche Ausfälle, oft auch gesundheitsbedingt, immer wieder auftreten können und das Nachrücken geeigneter Ersatzleute nicht möglich ist, bleibt nur zu hoffen,
dass baldmöglichst talentierte, spielstarke Jugendliche diese Lücken schließen werden. Die amtierende Spartenleitung, die in der Jugendarbeit bereits deutliche
Akzente gesetzt hat, scheut unterdessen keine Anstrengungen, um dieses Ziel zu erreichen.

Dahingehend zielt auch langfristig die folgende jährlich durchgeführte Veranstaltung: Die Mini-Meisterschaft. Sie geht auf eine Initiative des DTTB zurück und dient
der Nachwuchsförderung, in der Kinder unter 12 Jahre animiert werden, sich einem Tischtennisverein anzuschließen. Diese Art von Veranstaltung, die seit 1983
durchgeführt wird, erfreut sich alljährlich lebhaften Zuspruchs. Sie wird freundlicherweise von der Walldorfer Volksbank mit der Gestellung von Sachpreisen,
Pokalen und Medaillen gesponsert und von den örtlichen Grundschulen tatkräftig unterstützt. Viele Jungen sind schon im Verein hängen ge-blieben, manches
Mädchen wurde an Tischtennis-Damen-Abteilungen anderer Vereine vermittelt. Bestes Beispiel hierfür ist Tanja Hoffmann, die mit einer Mini-Meisterschaft begann.
Sie wurde auf dieser Ebene Schüler-Europameisterin und im Alter von 16 Jahren Bundesligaspielerin beim TTC Assenheim. Heute steht sie im Kader der
Nationalmannschaft. Janine Knauf, Robert Newman und Benjamin Hansen erreichten 1998 über Kreis und Bezirk das Hes-senfinale. Auf demselben Weg befand
sich Marco Dieck im Jahr 2003, während gleichzeitig Kevin Eufinger im Bezirk nur knapp scheiterte.


Die damalige 5.Mannschaft, die heute noch zusammen kegelt
Wochenendausflug der Jugendabteilung in den Odenwald
Auch die Trainerfrage ist in diesem Zusammenhang ein Kapitel für sich, da entsprechend befähigte Leute bereits in den Nachmittagsstunden bereit stehen
müssen, was manchem aus beruflichen Gründen gar nicht möglich ist. An vorderster Stelle seien hier Siggi Liersch, Lutz Kaiser und Markus Götze genannt, zu
denen in diesem Jahr erfreulicherweise noch Ralf Berz gestoßen ist. Alle bemühen sich um ein intensives Trainingsprogramm. Schließlich liegt hier auch der
Schlüssel für eine effektive Nachwuchsförderung, ohne die keine Sportabteilung, kein Verein auf Dauer erfolgreich auftreten kann, keine sportliche Disziplin
langfristig Bestand hat. Positiv ausgewirkt hat sich hier auch ohne Frage die Erhöhung des Trainingsangebotes von 2 auf 3 Tage in der Woche und der Einsatz
eines dritten Trainers. Zur Zeit trainiert die Jugend Montag, Mittwoch und Donnerstag jeweils von 18.00 - 19.30 Uhr. Neben allen sportlichen Aktivitäten versucht die
Jugendleitung den Nachwuchs durch Ausflüge und Feiern untereinander und an den Verein zu binden.
Alljährlich bevor die Rückrunde der laufenden Saison beginnt, veranstaltet die Abteilung die Vereinsmeisterschaft im Einzel und Doppel. Ursprünglich war dieses
Turnier 1968 als Stadtmeisterschaft für alle Vereine eingerichtet worden. Erster Stadtmeister wurde damals Erich Siegel, der dann im Rahmen einer geselligen
Siegerehrung am Abend aus der Hand von Bürgermeister Christian Zwilling den von der Stadt gestifteten Wanderpokal entgegennehmen konnte.

Erich Siegel nimmt als erster Stadtmeister
den Wanderpokal der Stadt entgegen
Stefan Hahn, siebenmal
Vereinsmeister in Folge
Als jedoch ab 1978 keine Spieler anderer Vereine mehr teilnahmen, wurde daraus die Vereinsmeisterschaft. Sie war bisher immer eine gut frequentierte Veran-
staltung, die allen Teilnehmern Freude bereitet hat und sozusagen der Auftakt für das neue Tischtennisjahr ist. Viele Spieler konnten sich in die Siegerliste ein-
tragen, so Erich Siegel, Manfred Goth, Manfred Stoyhe, Lutz Kaiser, Manfred Best und als erfolgreichster Teilnehmer Stefan Hahn, der bis 2004 siebenmal in
Folge den Titel errang.

Ein weiteres außergewöhnliches Ereignis verdient der Erwähnung, zumal an diesem deutlich wird, was echte Amateure sind. Dieter Kästner und Manfred Goth
nahmen im Jahr 2001 an den Senioren-Europameisterschaften teil, die in der dänischen Universitätsstadt Aarhus ausgetragen wurden. Eine Woche dauerte die
Mammutveranstaltung und man höre und staune, am letzten Spieltag standen die zwei Walldorfer im Endspiel des Doppelwettbewerbes der Consolation M 50.
Und sie gewannen dieses Endspiel, so dass wir heute zwei echte Europameister in unseren Reihen haben. Beide haben dieses Turnier samt der Unterbringung
und der weiten Fahrt auf eigene Kosten bestritten - also wirklich echte Amateure. 2002 nahmen unter den gleichen Vorausset-zungen Manfred Goth, Dieter
Kästner, Hubert Schulz und Erich Siegel an den Senioren-Weltmeisterschaften in Luzern teil. 2700 Spieler aus insgesamt 63 Nationen waren dort angetreten.
Im Laufe des Turniers traf Siegel auf den ehemaligen Weltmeister Secretin, dem er sich nur knapp geschlagen geben musste. Manfred Goth erreichte in seiner
Spielklasse sogar das Halbfinale im Consolation-Wettbewerb. Auch in der Saison 2003/04 machten wieder „Oldies" von sich reden. Erich Siegel und Dieter
Kästner starteten als Doppel auf den Südwestdeutschen Meisterschaften und wurden Erster.

Was selten in die Öffentlichkeit gerät, ist die so genannte Hobbygruppe Tischtennis, in der solche Spieler zum Zuge kommen, die sich nicht an offiziellen Wett-
kämpfen und Verbandsspielen beteiligen wollen und rein aus Lust und Freude an der Bewegung Tischtennis spielen. Einzige Voraussetzungen sind die Mitglied-
schaft und ein eigener Tischtennisschläger. Geleitet wird diese Gruppe von dem rührigen Otmar Dix, der auch die Verbindung zur Spartenleitung aufrecht erhält.
Die Teilnehmer treffen sich, ohne jegliche weitere Verpflichtung, immer Dienstag von 20.00 bis 22.00 Uhr und können natürlich auch an allen anderen, insbeson-
dere den gesellschaftlichen Veranstaltungen der Abteilung teilnehmen.

Die Mitgliederzahlen der Abteilung darf man als ziemlich konstant bezeichnen. Sie schwanken zwischen dem Höchststand von 110 im Jahre 1983 und dem Tief
von 68 im Jahre 1997. Im gleichen Jahr wurden unter Führung von Adi Rüsing 11 Spieler des 2.TTC Walldorf im Rahmen einer Spielgemeinschaft bei uns inte-
griert. Derzeit werden für die Abteilung 92 Mitglieder registriert.

Auch die Statistik über die Einsätze in der 1.Mannschaft ist sehr aufschlussreich. Aufgeführt seien hier die Top-Ten dieser Liste: Dieter Kästner brachte es auf 657
Einsätze, Manfred Goth auf 604, Horst Wolff 355, Siggi Liersch 334, Lutz Kaiser 322, Erich Siegel 308, Manfred Stoyhe 230, Norbert Stangner 211, Stefan Hahn
171 und Jörg Weyrich auf 162.

Zum Abschluss der Chronik muss noch erwähnt werden, dass im Jahre 2002 die Spartenleitung wechselte. Nach 17 Jahren an der Spitze trat Manfred Goth als
Abteilungsleiter zurück. Seit diesem Tag führt Pit Pretzell die Sparte an. Er hat sich mit der erfolgreichen Abwicklung des Sportbetriebes, dem Ausbau und der
Förderung des Nachwuchses und der Belebung der gesellschaftlichen Angebote viel vorgenommen. Bereits jetzt sieht es so aus, als ob er seine Vorsätze
realisieren kann, was wohl der gesamten Abteilung in allen Bereichen zugute kommt. Unterstützt wird er dabei von dem unermüdlichen Friedel Simon, der immer
dann zur Verfügung steht, wenn Not am Mann ist. Bleibt zu hoffen, dass die „neue" Spartenleitung so erfolgreich arbeiten kann, wie sie sich das wünscht und ihr
immer genügend Ehrenamtliche zur Verfügung stehen, für den Tischtennissport und insbesondere für den Tischtennissport bei Rot-Weiss Walldorf.

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