FOTOS Gerhard Götze

Rot-Weißen müssen improvisieren
Aus dem Härtetest des Fußball-Hessenligisten RW Walldorf wird nichts. Das Blitzturnier leidet unter Absagen, was zu weitreichenden
Konsequenzen führt.
Von Gabi Wesp-Lange
Das hatte sich Max Martin anders vorgestellt. Beim Blitzturnier von Fußball-Hessenligist Rot-Weiß Walldorf fehlten durch die Absagen von
RW Hadamar und RW Frankfurt adäquate Gegner. Anders als geplant, „hatten wir dadurch eine Woche vor Rundenbeginn keinen
Härtetest", bedauerte der Trainer der Rot-Weißen, die am Freitag um 19.30 Uhr zuhause gegen den FC Eddersheim das erste Punktspiel
bestreiten.
Auch Vereinsvorsitzender Manfred Knacker zeigte sich am Sonntag „enttäuscht, dass wir uns nicht mit der Hessenliga-Mannschaft von
Hadamar messen konnten". Verletzungsbedingt habe der Ligakonkurrent Mitte der vergangenen Woche seine Turniermeldung
zurückgezogen. „Rot-Weiß Frankfurt hatte schon zugesagt, aber ein Pokalspiel am Wochenende gekriegt. So schnell war dann kein
gleichwertiger Ersatz zu bekommen", sagte Knacker weiter. So mussten die Gastgeber improvisieren.
Kurzerhand haben die Walldorfer Trainer entschieden, im ersten Spiel der zweiten Mannschaft gegen Kreisoberligist BSC Kelsterbach
vorwiegend Erstmannschaftsspieler einzusetzen. Mit 3:0 gingen die Gastgeber hier nach zweimal 30 Minuten Spielzeit als Sieger hervor.
Das Gleiche galt für das Hessenliga-Team, das in der anderen Gruppe zum Auftakt gegen den kurzfristig eingesprungenen A-Ligisten Opel
Rüsselsheim mit 3:1 die Oberhand behielt.
Bei besserer Chancenverwertung hätte es aus Sicht von Max Martin, der auf Jan Deumlich verzichten musste (Muskelfaserriss), zur Pause
deutlich höher stehen können als 2:0. „Danach hat die Konzentration nachgelassen, und wir haben ein Eigentor zum 2:1 gekriegt. Nils
Herdt erhöhte dann noch auf 3:1."
Opel-Coach Axel Vonderschmitt war dagegen nicht unzufrieden: „Wir haben uns da gut präsentiert und sogar eine Chance zum Ausgleich
gehabt." Auch wenn im Anschluss gegen Kreisoberligist FCA Darmstadt mit 1:4 eine weitere Niederlage folgte, sah er seine Mannschaft
hier „lange auf Augenhöhe. Erst gegen Ende haben wir noch zwei Tore kassiert."
Für RW Walldorf I reichte es dann gegen den FCA, der mit zahlreichen Spielern aus den USA am Start war, nur zu einem 1:1-
Unentschieden. In der anderen Gruppe musste sich die Kreisoberliga-Mannschaft der Gastgeber unter Leitung von Trainer Ercan Dursun
der Spvgg. Neu-Isenburg mit 0:1 geschlagen geben. „Hier sind wir vorwiegend mit U23-Spielern angetreten", so Dursun.
Das Blitzturnier, bei dem erneut keine Sieger gekürt wurden, wird es allerdings im kommenden Jahr in Walldorf nicht mehr geben. Wie
Manfred Knacker erklärte, „werden wir dann für jede Mannschaft einen attraktiven Gegner suchen und jeweils nur ein Spiel an unserem
Pressetag machen".