Für Euch am Ball GG

NEWS
Kommen und Gehen
Die Kaderplanung für die neue Saison ist weitestgehend abgeschlossen. der vorläufig letzte Zugang ist Innenverteidiger Lukas Konietzko aus der U19 von Darmstadt 98.
Zuvor hatten schon Adnan Alik und Zaki Ech-Chad (beide Abwehr von Bayern Alzenau), Mohamed Boúkayoúh (Mittelfeld) Ahmet Dogan (Abwehr / beide Bad Vilbel),
Benjamin „Benny" Braus (Abwehr Viktoria Mühlheim), Manuel Konaté-Lueken (Mittelfeld FC Gießen), Laurin Vogt (Mittelfeld Eintr. Stadtallendorf) und Kevin Schuller
(Angriff 1.FC Kaiserslautern U21) zugesagt.

Als Abgänge stehen fest:
Mohammed Hakimi (Germ. Ober.Roden) muss beruflich kürzer treten. Kyran Pinho (SMU Dallas - College USA), Takero Itoi (FC Gießen - Regionalliga), Filip Cirpaci
(RW Frankfurt - Verbandsliga), Eren Duban (SG Höchst - Gruppenliga), Julian Schneider (Dersim Rüsselsheim).
Bei Noel Wembacher, Filip Sumanov, Hyunwoo Kang ist das Ziel unbekannt.
Hessenliga wird zweigeteilt
Nun steht es also fest, die Lotto Hessenliga wird zur Saison in zwei Elfer-Gruppen geteilt. Beide Gruppen spielen eine Hin- und Rückrunde. Danach schließt sich eine
Auf- und Abstiegsrunde an. Details hierzu werden im Spielgeschehen festgelegt.

In der Gruppe B (Süd/West) spielen folgende Teams:
SC Hessen Dreieich, Rot-Weiss Walldorf, Türk Gücü Friedberg, SV Rot-Weiß
Hadamar, SC Waldgirmes, SV Zeilsheim, FV Bad Vilbel, TuS Dietkirchen, VfB
Ginsheim, SC Viktoria Griesheim, FC Eddersheim.
In der Gruppe A (Nord/Süd/West) sind folgende Teams vertreten:
SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, 1.Hanauer FC, SV Buchonia Flieden, FSV
Fernwald, SV Steinbach , KSV Baunatal, SV Neuhof, Hünfelder SV ,1.FC
Erlensee , FC Bayern Alzenau, Eintracht Stadtallendorf.
Alessandro Scotece ist Schiedsrichter seit Kindertagen
Der 24-jährige Alessandro Scotece vom SV Rot-Weiß Walldorf leitet nun Fußballspiele in der Regionalliga,
was den Leistungsdruck für ihn erhöht.
Von Dirk Winter

Beim Fußball im Kindergarten hat Alessandro Scotece gerne den Schiedsrichter gegeben. Lieber noch, als das runde
Spielgerät selbst mit Füßen zu treten. Wer nicht nach seiner Pfeife kickte, dem zeigte er eigens dafür gebastelte
gelbe und rote Karten. „Damals hat das schon angefangen", sagt der Unparteiische vom SV Rot-Weiß Walldorf, der
mittlerweile in die Regionalliga aufgestiegen ist. Seit 1. Juli gehört der 24 Jahre alte Polizist der vierthöchsten
Spielklasse an - im Gespann mit zwei Kollegen aus der Kreisschiedsrichtervereinigung (KSVG) Groß-Gerau. Patrick
Werner (SKG Bauschheim) und Timo Hager (VfB Ginsheim) assistieren ihm an der Seitenlinie. Mit Werner ist also der
KSVG-Lehrwart sein Assistent. „Früher war es andersherum", sagt Scotece lachend. Bis zur Hessenliga war Werner
der Spielleiter in dem Trio.
Obwohl Scotece eigentlich erst jetzt Regionalligist ist, hat er bereits in der vergangenen Saison fünf Spiele in der
Viertklassigkeit gepfiffen. Diese Chance bekam er als damaliges Mitglied des Regionalliga-Förderkaders. Er debütierte
Ende Oktober im Hoffenheimer Dietmar-Hopp-Stadion - im Derby der gastgebenden TSG II mit dem VfB Stuttgart II
(0:3). In den beiden Jahren zuvor hatte er diese Liga als Assistent kennengelernt. Scotece erinnert sich an die Partie
Waldhof Mannheim - 1. FC Saarbrücken (3:2) im März 2019 vor gut 14 000 Zuschauern. Bei einer solchen Atmosphäre
„geht der Puls erstmal hoch", erzählt er. Im Vergleich zu tieferen Klassen, wo der Unparteiische nicht in solcher
Vielzahl unter Beobachtung stehe, sei der Leistungsdruck viel stärker. Zumal auch die mediale Aufmerksamkeit
größer sei.
Neuer, alter Fußballabteilungsvorstand
Hans-Peter Becker (Verwaltung), Manfred Knacker (Finanzen), Erwin Mader (Presse/Öffentlichkeit), Klaus Eigler (Spielbetrieb)
Die Abteilungsführung der Fußballer wurde einstimmig wieder gewählt
Foto: Gerhard Götze
Hilfestellung für möglichen „Unfall" bei Rot-Weiß Walldorf
Artur Lemm bleibt auch als neuer Sportlicher Leiter beim Fußball-Hessenligisten ehrgeizig.
Die Chemie mit Trainer Max Martin stimmt jedenfalls schon mal.
Von Dirk Winter
Der SV Rot-Weiß Walldorf hat kürzlich seine Neuzugänge präsentiert. Der Reihe nach stellte der Cheftrainer des
Fußball-Hessenligisten, Max Martin, jeden einzelnen vor. Auch einen Routinier am Ende der Reihe: Es war kein
Spieler, sondern der neue Sportliche Leiter - Artur Lemm. Von dem 46 Jahre alten Bischofsheimer, zuletzt Trainer
des bisherigen Regionalligisten FC Bayern Alzenau, verspricht sich Martin viel. Der Coach hob dessen
Fachkompetenz und großes Netzwerk hervor. Bereits bei der Planung des aktuellen Kaders hat Lemm mitgewirkt.
Auch die Beobachtung künftiger Gegner und Scouting gehören zu seinen Aufgaben. „Ich werde da dem Max einige
Dinge abnehmen und ihm auch helfen, einen Plan für das nächste Spiel zu entwickeln", erklärt der in Nikopol
(Ukraine) geborene Lemm. Zudem soll er Schnittstelle, vielleicht auch Kummerkasten, zwischen Mannschaft und
Abteilungsvorstand sein.
Das Amt des Sportlichen Leiters war in seiner fußballerischen Karrierevorstellung so gar nicht vorgesehen. Der
ehemalige Oberliga-Fußballer, der als Jugendspieler sämtliche Jahrgänge des FSV Mainz 05 durchlaufen hat, war
nach seiner Aktivenlaufbahn leidenschaftlicher Trainer. Vor seiner Zeit in Alzenau trainierte Lemm sechseinhalb
Jahre lang den VfB Ginsheim, Walldorfs Gastgeber beim Saisonauftakt an diesem Sonntag (15 Uhr).
Artur Lemm hätte jetzt als Co-Trainer im Profibereich arbeiten können, lässt der verheiratete Familienvater
durchblicken: „Aber das wäre mit einem Umzug oder einer Pendelei verbunden gewesen." Dies hätte er derzeit mit
seiner unternehmerischen Tätigkeit nicht vereinen können. Lemm betreibt in Rüsselsheim seit längerem einen
Sportartikelhandel und ist zudem Teilhaber einer Firma für Medizinschutz-Produkte. Auch auf Rücksicht auf seine
Familie schlug er die lukrativen Angebote eines Dritt- und eines Regionalligisten aus.
Die Idee, bei den Rot-Weißen als Sportchef anzuheuern, entstand aus einem Gespräch mit dem RWW-
Vorsitzenden, Manfred Knacker. Ein reizvoller Gedanke, fand Lemm nach einigen Tagen Bedenkzeit. Denn: Seine
Lust auf Fußball und sein Antrieb, maßgeblich bei Entwicklungen mitzuhelfen, könne er auch mal in einer neuen
Rolle einbringen. Und der SV Rot-Weiß sei ein Verein mit Potenzial. Der aktuelle Kader habe das Zeug für einen
Spitzenplatz in der zweigeteilten Hessenliga.
Voraussetzung für seinen Einstieg in Walldorf sei allerdings gewesen, mit Trainer Martin fachlich auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen: „Wir müssen ja
inhaltlich eine gemeinsame Sprache sprechen und uns auch menschlich gut verstehen." Sportlich bisher stets Gegner, waren die beiden emotionalen Typen einige
Male aneinandergeraten. Also zogen sich Lemm und Martin in den VIP-Raum des SV Rot-Weiß zurück, um stundenlang (nicht nur) über Fußball zu philosophieren.
„Nach diesem Gespräch war, glaube ich, beiden von uns klar, dass das mit unserer Zusammenarbeit funktionieren kann", so Lemm.
Ob ihm die neue Funktion liegt, vermag er noch nicht abzusehen. „Vielleicht sage ich irgendwann, geil, das ist voll mein Ding", sagt Lemm, ohne aber das Gegenteil
ausschließen zu wollen. „Ich bin mir darüber im Klaren, dass Sportlicher Leiter eine ernsthafte und verantwortungsvolle Aufgabe ist", betont er. Zugleich sei er im
Herzen Trainer, weil dies nun mal das Terrain sei, auf dem er sich bisher bewegt habe. Damit jedoch keine Missverständnisse entstehen, macht er sofort klar, sich
keinesfalls als heimlicher RWW-Trainer zu sehen: „Ich habe gar keine Ambitionen, dem Max reinzureden."
Völlig ungewohnt ist seine jetzige Rolle für Lemm nicht. Insbesondere beim VfB Ginsheim wirkte er im Zusammenspiel mit Marcus Spahn, dem damaligen Sportchef,
stets an der Kaderplanung mit. Lemm: „Das ist etwas, was ich gut kann, weil ich sehr viele Leute kenne und einzuschätzen weiß, wer sportlich und menschlich in die
Mannschaft passen könnte."
Als Ende Oktober die vergangene Saison unter- und schließlich abgebrochen sowie annulliert wurde, lag der SV Rot-Weiß auf dem dritten Tabellenplatz. Ziel ist es
nun, einen Kader zu entwickeln, mit dem der Verein „sportlich den nächsten Schritt machen kann", so Lemm. Zugleich arbeitet der Hessenligist an seiner
Infrastruktur, wie Manfred Knacker kürzlich bei der ordentlichen Mitgliederversammlung der Fußballabteilung mitteilte: Der Hauptplatz des RWW-Sportgeländes soll
saniert und - auch regionalligatauglich - umgebaut werden. Auf dass der Verein, falls laut Knacker der „Unfall" Regionalliga-Aufstieg geschehe, vorbereitet sei. Lemm
dazu: „Dass dieser Unfall vielleicht irgendwann passiert, daran will ich ein Stück weit mithelfen."
Rot-Weiß Walldorf rüstet Flutlichtmasten um
Mit LED-Technik werden künftig die Sportstätten des Walldorfer Sportvereins ausgeleuchtet. Diese ist heller und sparsamer.
Von Dirk Winter
Ein stählerner Arm hebt einen Monteur, der auf einer Arbeitsbühne steht, bis in 16 Meter Höhe. So hoch sind die acht Flutlichtmasten, die die beiden
Kunstrasenplätze des Sportvereins Rot-Weiß säumen. Der Fachmann auf dem sogenannten Hubsteiger montiert die konventionellen Strahler ab, die viele Jahre lang
die Spielfelder beleuchtet haben, aber nun nicht mehr Stand der Technik sind. Ersetzt werden sie mit modernen LED-Leuchten. Dadurch erwartet der Verein eine
Energieeinsparung von 70 Prozent, wie Vorsitzender Manfred Knacker erklärt: "Das ist der Hauptgrund, warum wir das tun."
Der geringere Energieverbrauch sei gut fürs Klima und spare dem Klub, der bisher etwa 7500 Euro jährlich für den Flutlicht-Betrieb ausgibt, eine bedeutende Summe
ein. Dass auch noch die Leuchtkraft der Flutlichtanlage von 60 bis 70 auf 100 bis 150 Lumen zunimmt, sieht Knacker als willkommenen Nebeneffekt.
Einen Großteil der Kosten von 58 000 Euro tragen Bund, Land, Stadt Mörfelden-Walldorf und Kreis Groß-Gerau. Beim Verein verbleibt ein Eigenanteil von 13,7
Prozent. Für den SV Rot-Weiß also ein Finanzaufwand, der dank der Energieeinsparung binnen eineinhalb Jahren reinvestiert ist.
Die Flutlichtmasten mussten nicht ersetzt werden. Sowohl die noch recht neuen Masten auf dem Kunstrasenplatz II, der vor drei Jahren gebaut wurde, als auch die
etwa 25 Jahre alten auf Spielfeld I (sie standen schon zu Zeiten, als dort noch auf einem Tennenplatz gekickt wurde) überstanden eine Sicherheitsüberprüfung.
Am Dienstagvormittag, 9.25 Uhr, rückten Techniker eines LED-Fachunternehmens aus Neu-Anspach (Hochtaunuskreis) an, um sich an die Arbeit zu machen. Bis tief
in die Nacht waren die Fachleute am Werk. Neu montiert, wurden die Leuchten eingemessen. Auf dass die Plätze gleichmäßig erhellt werden. Und dass das Licht nur
die Plätze flutet, nicht aber auf umliegende Gebäude abstrahlt. Denn die Sportanlage des Vereins befindet sich in einem Mischgebiet mit Gewerbe- und
Wohnbebauung. Seitliche Blenden verhindern eine zu breite Streuung der Lichtstrahlen.
Angeschaltet und bedient werden können die Scheinwerfer, die übrigens alle dimmbar sind, sowohl digital über eine App als auch manuell.