Fehlende Reife, niederschmetternde Diagnose
Das ehemalige DFB-Talent Manuel Konaté-Lueken erzählt, wie er in der Hessenliga gelandet ist. Dank RW Walldorf ist er wieder fit.
Von Dirk Winter
Für Euch am Ball GG

NEWS
RWW-Chef Knacker: „Wir werden nie mit Schulden pokern"
Der Vorsitzende von RW Walldorf spricht im Interview über die Philosophie des Fußball-Hessenligisten,
Vorbereitungen auf den „Unfall" Regionalliga und eine Spende von Niklas Süle.
Die Hessenliga-Fußballer von Rot-Weiß Walldorf sind mit 16 Punkten aus zehn
Spielen gestartet und Tabellendritter, das Kreisoberliga-Team steht auf Platz eins.
Im Interview spricht der RWW-Vorsitzende Manfred Knacker (70) über das erste
Saisondrittel und erklärt die Philosophie des Vereins, der sich in Sachen
Infrastruktur auch auf den „Unfall" Regionalliga-Aufstieg vorbereitet.
Herr Knacker, Platz drei in der Hessenliga, die Tabellenführung in der Kreisoberliga:
Läuft alles nach Plan in Walldorf?
Wir dürfen den dritten Platz in der Hessenliga nicht überbewerten, denn wir haben
mehr Spiele absolviert als andere. Aber nach den zwei letzten Siegen liegen wir
wieder im Plan. Unser Ziel ist, mindestens Fünfter zu werden, damit wir in die
Aufstiegsrunde kommen. In der Kreisoberliga ernten wir jetzt die Früchte unserer
Jugendarbeit. Von der letztjährigen Hessenliga-A-Jugend haben es sieben Spieler
in den engeren Kader des Teams geschafft. Das bedeutet eine enorme
Qualitätsverbesserung. Wir haben genügend Talente und wären deshalb nicht böse,
wenn wir in die Gruppenliga aufsteigen. Wenn man bedenkt, dass unsere erste
Mannschaft in dieser Klasse jahrelang am Aufstieg gescheitert ist, ist das eine
tolle Entwicklung.
Was trauen Sie den Teams zu?
Der zweiten Mannschaft traue ich einen Platz unter den ersten Zwei zu, der ersten
Rang fünf. Wenn wir in die Hessenliga-Abstiegsrunde kommen, sollten wir so viele
Punkte mitnehmen, dass wir keine Angst haben müssen, zu den fünf oder sechs
Absteigern zu gehören.
ZUR PERSON
Manfred Knacker (70) ist seit elf Jahren Vorsitzender von Rot-Weiß Walldorf und
seit 25 Jahren für die Finanzen der Fußballabteilung verantwortlich. „Ich habe
damals nach dem Abstieg aus der Oberliga mit minus 100 000 D-Mark angefangen,
da waren wir hoch verschuldet", sagt der Betriebswirt, der in der Rhön
aufgewachsen ist, mit 18 Jahren nach Frankfurt umzog und seit 1978 in Walldorf
wohnt. „Deshalb agieren wir mit großer Demut, denn wir haben selbst erlebt, wie
schnell ein Verein runtergewirtschaftet werden kann." Manfred Knacker arbeitet in
Teilzeit noch in seinem Unternehmen, das 110 Mitarbeiter in der
Telekommunikationsbranche zählt. Selbst hat er nie Fußball gespielt, sondern
Badminton und Tennis. „Aber ich besuche seit meinem 18. Lebensjahr mindestens
50 Fußballspiele pro Jahr."
Aufgrund der hochkarätigen Neuzugänge halten manche sogar den Aufstieg der ersten RWW-Mannschaft in die Regionalliga für möglich. Sie auch?
Nein, in dieser Saison ist das völlig unmöglich. Wir haben natürlich ein paar Leute dabei, die mal Regionalliga gespielt haben. Aber in Vereinen, die sang- und klanglos
abgestiegen sind. Manuel Konate-Lueken hat ein Jahr kein Fußball gespielt. Trainer Max Martin hat vor der Saison gesagt, es werde ein schwieriges Jahr, in dem wir
einen Neuaufbau einleiten. Und das zeigt sich auch. Wir haben die Stabilität nicht, das sieht man auch am Torverhältnis von 20:18. Wir können jeden schlagen, wir
können aber auch gegen viele verlieren.
Ist der Aufstieg in die Vierte Liga in den nächsten Jahren möglich?
Wir bauen bis zur Saison 2023/24 ein Stadion mit neuem Flutlicht, zwei Tribünen und Kunstrasen. Und zwar so, dass wir jederzeit, wenn der „Unfall" Aufstieg passiert,
diese Sportanlage so verändern können, dass wir die Vorschriften der Regionalliga mit getrennten Eingängen und Zäunen et cetera erfüllen könnten. Wir planen die
Jugendarbeit so, dass wir jedes Jahr einen Spieler in die Hessenliga bekommen und sechs, sieben in die zweite Mannschaft. Diese Perspektive macht einen „Unfall"
Regionalliga schon möglich. Aber wir wollen immer ein Drittel in die Infrastruktur investieren, ein Drittel in die Jugend und ein Drittel in den Seniorenfußball. Wir sind
nicht Erstmannschafts-gesteuert. Wenn uns ein Sponsor viel Geld für eine Nummer 9 gibt, dann werden wir das nicht dafür nehmen. Fremdbezahlte Spieler bringen bei
uns das Gehaltsgefüge durcheinander - und die Stimmung.
Hinter vorgehaltener Hand heißt es seit Jahren, die Walldorfer würden viel Geld in ihre Mannschaft stecken. Stimmt das? Und woher kommt das Geld?
Es heißt ja immer, wir profitieren von unserem ehemaligen Spieler Niklas Süle. Aber als er seinen ersten Profivertrag unterschrieben und sein erstes Länderspiel
gemacht hat, haben wir gerade mal 10 000 Euro bekommen. Außerdem hat er uns in der Corona-Zeit eine größere Summe gespendet, damit wir unseren Pächter
sowie die Jugendarbeit und deren Trainer unterstützen konnten. Das war ihm wichtig. Unser großer Vorteil ist, dass wir das Sponsoring auf viele Schultern verteilen
können. Und wir haben einen viel niedrigeren Etat, als die Leute glauben. Wenn ein Spieler zu uns will und 1000 Euro im Monat aufruft, dann brauchen wir mit dem
keine zwei Minuten mehr zu sprechen. Denn vierstellig geht bei uns überhaupt nicht. Meine Firma gibt auch was dazu, wir sind sicherlich der Hauptsponsor im Verein,
aber wir haben keinen Goldesel, sonst hätten wir ganz andere Spieler hier. Allerdings bringen die über 700 Mitglieder in der Fußballabteilung mit Sonderbeitrag auch
viel Geld ein.
Wie wichtig ist es für den Verein, einen Nationalspieler herausgebracht zu haben?
Das ist nie schädlich, aber es gibt nicht den Ausschlag. Wir haben mit Niklas Süle und Kevin Pezzoni zwei Bundesligaspieler herausgebracht, aber unser größter
Trumpf ist das Konzept: Wenn ich einen Sponsor einlade, die Anlage zwischen 16 und 18 Uhr zu besuchen, und er sieht die vielen Jugendspieler beim Training, sagt
er: Das ist ja Wahnsinn!
Sie haben mal gesagt, der Profifußball sei Ihnen fremd geworden, „weil er mit Sport fast nichts mehr zu tun hat und ausschließlich kommerzgesteuert ist". Was stört
Sie?
Die unverhältnismäßigen Gehälter. Da kann einer gerade so Bundesliga spielen und bekommt schon ein Grundgehalt von einer Million Euro. Da fühle ich mich in einem
„Dorfverein" wie Rot-Weiß Walldorf wohler. Das ist noch Sport, wir haben eine soziale Verantwortung und ich kann als Mäzen das Glück, das ich im Leben hatte, an
den Verein zurückgeben. Von unseren 380 Jugendlichen haben 200 Migrationshintergrund. Wir tun etwas für die Stadt und das Umfeld. Sponsorengelder in Profivereine
zu stecken, damit Millionäre noch mehr bekommen, das ist nicht meine Motivation.
Rot-Weiß Walldorf ist zum besten Fußballverein im Kreis Groß-Gerau aufgestiegen - das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Was waren die wichtigsten Leitlinien oder
Maßnahmen, die dazu geführt haben?
Dass wir den Senioren- und den Juniorenfußball als gleichwertig im Verein angesehen haben. Wir haben im Jahr 2000 ein Konzept erarbeitet, das vorsah, dass wir jede
Jugendklasse mindestens doppelt besetzen, irgendwann mal Verbandsliga spielen und immer einen ausgeglichenen Etat haben. Das haben wir geschafft. Wir haben
heute 27 Trainer mit Lizenz, vier könnten die Hessenligamannschaft trainieren. Wir haben exzellente Trainingsbedingungen, zu denen auch Teammanager beitragen,
die den Coaches den Rücken freihalten. Wir hatten in 25 Jahren nur zwei Wechsel im Vorstand und haben viele kompetente Leute. Deshalb haben wir auch Artur
Lemm als Sportlichen Leiter geholt, der ein gutes Netzwerk hat und die Gespräche mit den Spielern führt. Das entlastet Trainer und Vorstand. Wir haben alleine zwei
A-Jugend- und drei B-Jugend-Teams, während viele Vereine nicht mal eines auf die Beine stellen können. Und wir brauchen kein Scouting: Die Eltern kommen mit
ihren Kindern aus dem ganzen Kreis und sagen, sie wollen bei uns spielen.
Wo sehen Sie Rot-Weiß Walldorf in den nächsten Jahren?
Mein Ziel ist es, dem Verein noch zehn Jahre zu helfen. Dann möchte ich mich zur Ruhe setzen: mit einer gepflegten Anlage, mit Hessenliga-Fußball und mit 380
Kindern in der Jugendabteilung - so wie heute. Mehr als das, was wir jetzt haben, ist fast nicht möglich, aber es muss immer wieder für Stabilität gesorgt werden. Über
einen weiteren Aufstieg würden wir uns freuen, aber wir werden unsere seriöse Linie nie verlassen und mit Schulden pokern.
Das Interview führte Heiko Weissinger.
Nach dem Spiel gegen Hessen Dreieich hat Artur Lemm
seine Zusage als künftiger Trainer von RW Walldorf gegeben.
Die Zusammenarbeit wurde auf unbefristete Zeit vereinbart.
Damit konnte Walldorf seinen Wunschkandidaten für das
Amt die Cheftrainers gewinnen.
Es lief gut für das deutsche U16-Team. Früh führten die Talente des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen
Schottland, da Timo Werner (heute FC Chelsea) in der 20. Minute getroffen hatte. Donis Avdijaj (ehemals Schalke
04, jetzt TSV Hartberg/Österreich) machte in der Schlussminute den 2:0-Sieg perfekt. Und mittendrin im Stadion
Hohenhorst zu Recklinghausen: Manuel Konaté-Lueken, den Trainer Steffen Freund im Mittelfeld neben Julian
Brandt (Borussia Dortmund) durchspielen ließ.
Konaté-Lueken kam noch auf Länderspiele als Junior für die Elfenbeinküste, dem Heimatland seines Vaters. Doch
warum spielt der Deutsch-Ivorer heute, mit 25 Jahren, in der Hessenliga? Beim SV Rot-Weiß Walldorf stürmt er in
seiner ersten Saison.
Dass es nicht für eine Profikarriere reichte, erklärt der Frankfurter mit mancher falschen Entscheidung: „Ich hatte
damals noch nicht die Reife, die man benötigt, um den letzten Schritt zu gehen." In die U16 des DFB schaffte es
Konaté-Lueken während seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt. Aber bei der DFB-Nachwuchsförderung wird nicht nur
Wert auf fußballerisches Talent gelegt, sondern auch auf schulische Leistungen. Zumal die Schule die
Jungnationalspieler für jeden Lehrgang freistellen muss. „Ich bin damals nicht regelmäßig in den Unterricht
gegangen", sagt Konaté-Lueken: „Die Schule hat mich verwarnt. Aber das habe ich nicht ernst genommen - bis ich
keine Freigabe mehr für die Nationalmannschaft bekommen habe."
Dafür wurde später, in seinem ersten Aktivenjahr beim Oberligisten Sportfreunde Siegen, der ivorische Verband auf
ihn aufmerksam. Mit dem gleichaltrigen Jonathan Tah, den er aus gemeinsamen DFB-Zeiten kannte, und mit Serge
Gnabry habe er sich ausgetauscht, wie der RWW-Stürmer erzählt. Die heutigen Nationalspieler haben ebenfalls
ivorische Väter und hätten für die Elfenbeinküste spielen können. Doch sie entschieden sich anders.
Zum Wechsel nach Siegen rieten die mit ihm befreundeten Abdelhamid Sabiri (ehemals 1. FC Nürnberg, SC
Paderborn, Huddersfield Town) und Marco Komenda (Holstein Kiel). Mit den Sportfreunden schaffte es Konaté-
Lueken in die Regionalliga West, wo er auch bei seiner nächsten Station, Alemannia Aachen, blieb.
In der Viertklassigkeit, dem Vorraum zum Profifußball, war er seinem Traumziel nahe. „Aber ich habe einen Berater
kennengelernt, der mir gesagt hat, er könne mich nach Belgien in die Erste Liga bringen", so Konaté-Lueken. „Weil
ich dachte, die Sache wäre sicher, habe ich viele Angebote sausen lassen. Doch von dem Berater habe ich dann
nie wieder etwas gehört." Plötzlich stand der Offensivmann ohne Verein da. Erst einmal unter kam er beim
Hessenligisten Bayern Alzenau, ehe er sich RW Erfurt anschloss. Einem Verein in Finanznot. In der Winterpause
entschlossen sich die Verantwortlichen des Nordost-Regionalligisten zur Einstellung des Spielbetriebs.


Beim FC Gießen, in der Südweststaffel dieser Liga, kam er einmal zum Einsatz - bis die Corona-Pandemie zum Saisonabbruch führte. Zurück in Alzenau, mittlerweile
in die Regionalliga aufgestiegen, bekam Konaté-Lueken kurz vor Saisonstart eine niederschmetternde ärztliche Diagnose: Eine verdickte Herzscheidewand, die
Leistungsfußball unmöglich mache. Also konnte ihn sein damaliger Trainer Artur Lemm, der auch jetzt in Walldorf sein Coach ist, gar nicht erst einsetzen.
Es folgte eine Odyssee von Arzt zu Arzt. Bis Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah, der den gleichen Herzfehler habe, ihm seinen Mediziner in Krefeld empfohlen habe.
Der Spezialist habe bei Konaté-Lueken nur eine minimale Verdickung festgestellt. Er könne bedenkenlos Fußball spielen.
Falls es wider Erwarten doch mal zum Notfall käme, könnte der SV Rot-Weiß mittels eines Defibrillators Ersthilfe leisten. Seit eineinhalb Jahren verfügt der Verein
über ein solches Gerät, das mittels Elektroschocks ein aus dem Rhythmus geratenes Herz wieder in Gang bringen kann.
Als Konaté-Lueken im Sommer zum SV Rot-Weiß kam, hatte er auch coronabedingt mehr als ein Jahr pausiert. Die Zeit hatte er genutzt, um Anfang 2021 zusammen
mit einem Partner eine Import-Export-Firma für Rohstoffe aus der Elfenbeinküste zu gründen. Den Fußballer Konaté-Lueken machten die RWW-Athletiktrainer
Abdullah Sahin und Johan Sahling wieder fit. „Ich habe knapp zehn Kilo abgenommen", sagt er. Auf dass er seinen Gegenspielern leichtfüßig enteilen kann.
Rot-Weiß Walldorf verpflichtet Madi Mehnatgir
Trainer Artur Lemm freut sich auf die neuerliche Zusammenarbeit mit dem gebürtigen Iraner,
dessen Torinstinkt er bereits beim VfB Ginsheim und Bayern Alzenau erleben durfte.
Von Dirk Winter und Martin Krieger
Was dem Hessenligisten Rot-Weiß Walldorf seit geraumer Zeit fehlt, ist ein Fußballer fürs Sturmzentrum. Einer mit
Torinstinkt, der sich ihm bietende Chancen auch nutzt. Und einer, der sich im Strafraum auch auf engstem Raum
durchsetzen kann. Einen solchen Spielertyp hat der SV Rot-Weiß am Montagabend verpflichtet: Mahdi Mehnatgir
unterschrieb einen Amateurvertrag bis 30. Juni 2023.
Den 24 Jahre alte gebürtige Iraner, zuletzt bei Hassia Bingen (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) unter Vertrag, kennt
RWW-Trainer Artur Lemm aus gemeinsamer Zeit beim Ligarivalen VfB Ginsheim sowie beim damaligen
Regionalligisten Bayern Alzenau. In Bingen kam Mehnatgir in 15 Partien (ein Tor) zum Einsatz, jedoch als
Mittelfeldspieler wegen der dortigen Konkurrenz im Angriff. „Für mich ist der Mahdi aber ganz klar ein Stürmer",
sagt Lemm. Der Trainer sieht ihn als ideale Ergänzung des Kaders. Denn mit Spielern wie Nico Struwe, Laurin
Vogt und Manuel Konaté-Lueken habe der SV Rot-Weiß aktuell „keine echten Stürmer, sondern Leute, die eher
aus der Tiefe kommen". Vor diesem Hintergrund sei er, Lemm, seinem Bingener Trainerkollegen Thomas Eberhardt
und der Klubführung dankbar, dem Wunsch Mehnatgirs auf vorzeitige Vertragsauflösung zugestimmt zu haben. Für
alle Beteiligten sei dieser Schritt am sinnvollsten.
Mehnatgir wechselte im Sommer 2017 mit der Empfehlung nach Ginsheim, 47 Saisontore beim Kreisoberligisten
TSG Kastel erzielt zu haben. Der Mainzer, 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen, schoss gleich in
seiner ersten Hessenliga-Saison im VfB-Trikot 18 Tore. Im Winter 2018 kehrte er nach einem fünfmonatigen
Intermezzo beim damaligen Oberligisten TSV Schott Mainz nach Ginsheim zurück, um prompt wieder Tore zu
schießen - zwölf in ebenso vielen Punktspielen. Während seiner beiden Jahre in Alzenau, darunter 14 Monate unter
Lemm als Trainer, konnte Mehnatgir wegen einer Knöchelverletzung über ein Jahr nicht spielen. Nun also folgt er
Lemm erneut. „Da kommen zwei zusammen, die sich ganz gut kennen", sagt der Coach und betont: „Trotzdem
bekommt der Mahdi bei mir nichts geschenkt. Er muss sich in der Vorbereitung seine Position in der Mannschaft
hart erarbeiten."
Die Walldorfer konnten den 27 Jahre alten Torwarts für sich gewinnen.
Zuletzt stand Nino im Kader von Viktoria Griesheim (Lotto Hessenliga).
Er bringt einige Erfahrung mit und hatte bereits mehrere Einsätze in der
Verbandsliga (u.a. für den FC Bensheim).
Nino war auch zwei Jahre lang in der A-Jugend von Rot-Weiss unter Hans
Richter.
Unser Chef Trainer, Artur Lemm, erhofft sich mit dieser Verpflichtung, dass der
interne Konkurenzkampf auf der Position des Torwartes noch weiter gefördert
wird.
Indes sieht Nino mit Walldorf für sich eine neue Herausforderung wo er sich
"unbedingt beweisen möchte", um mehr Einsatzzeiten zu erhalten als er es
vorher in Griesheim hatte.
Willkommen zurück in Walldorf, Nino!

Darüber hinaus trennen Rot-Weissen Walldorf und Fabio Beyer
einvernehmlich.
Wir wünschen Fabio alles Gute für seine sportliche und private Zukunft.

Bild: Maurizius Battaglia
Bild: Maurizius Battaglia
Kevin Darmstädter geht den nächsten Schritt

Der Torwart des Hessenligisten RW Walldorf will nach Unterhaching, es geht nur noch um Details.
Nino Suserski kommt derweil von Ligakonkurrent Viktoria Griesheim.
Von Dirk Winter
Der Stammtorhüter des Fußball-Hessenligisten SV Rot-Weiß Walldorf hieß seit Anfang 2017 immer Kevin
Darmstädter. Der heute 25 Jahre alte Erfelder, bereits in C- und B-Jugend beim SV Rot-Weiß am Ball, war damals
vom rheinhessischen Oberligisten SV Gonsenheim zurückgekehrt. Nun will Darmstädter den nächsten
Karriereschritt gehen: Er hat sich fristgemäß zum Jahresende 2021 abgemeldet und ist sich mit dem bayerischen
Regionalligisten Spvgg Unterhaching über einen Wechsel einig. Die RWW-Verantwortlichen wären auch bereit,
ihm diesen Wunsch zu ermöglichen - wenn sich beide Vereine denn über die Wechselmodalitäten einig wären.
Doch genau an dieser Stelle hakt es noch.
Der Weggang von Fabio Beyer, von dem sich der SV Rot-Weiß "einvernehmlich" getrennt habe (Pressesprecher
Erwin Mader), steht derweil fest. Neu verpflichtet hat der Hessenligist den 27 Jahre alten Nino Suserski. Der
Torhüter, zuletzt im Hessenliga-Kader von Viktoria Griesheim, hat eine RWW-Vergangenheit: Zwei Jahre lang
spielte er bei den A-Junioren unter Trainer Hans Richter. Nun habe er eine neue Herausforderung gesucht: "Ich war
nicht zufrieden mit meiner Rolle in Griesheim, wo ich wenig Einsatzzeiten bekommen habe." In Walldorf hat er in
Marcel Czirbus, dem bisherigen Darmstädter-Vertreter, jedoch einen sehr starken Konkurrenten. RWW-Trainer
Artur Lemm erwartet sich von der Verpflichtung Suserskis, den Konkurrenzkampf auf der Torhüterposition weiter
anzuheizen.
Kevin Darmstädter hätte, wie er sagt, schon in den vergangenen Jahren zu höherklassigen Vereinen wechseln
können: "Ich bin aus Vereinstreue und weil ich daran geglaubt habe, dass hier etwas Großes entsteht, immer
hiergeblieben." Mit zwei Meisterschaften in Folge, dem Gruppenligatitel und dem Verbandsliga-Durchmarsch bis in
die Hessenliga hatten sich seine Erwartungen bestätigt.
Dass nun die Gruppenphase der zweigeteilten Hessenliga mit der knapp verpassten Aufstiegsrunde zu Ende
gegangen ist, habe mit dem Abschied des Stammtorhüters nichts zu tun. Er habe bereits vor der Saison in einem
langen Gespräch mit dem damaligen Trainer Max Martin besprochen, dass er bei einem sportlich sinnhaften
Angebot eines höherklassigen Klubs wechseln wolle: "Denn die Hessenliga sollte in meiner Karriere noch nicht
das Ende sein." Der ehemalige Bundesligist Unterhaching mit seinem professionellen Umfeld wolle ihn als ersten
Torhüter.
Rot-Weiss Walldorf verpflichten Nino Suserski!
Bild: Gerhard Bartel
2012
2012
Mannschaftsfoto