LEGENDÄR


FOTOS Gerhard Götze


Saison 2017/18 14. Spieltag Gruppenliga Donnerstag, 29.10.2017 um 19:30 Uhr

Torfestival in Walldorf - 9:5 Ergebnis geht in die Geschichtsbücher ein
14 in Worten Vierzehn Tore im Abendspiel zwischen Walldorf und Biebesheim

Da verstehst man die (Fußball) Welt nicht mehr!
14 - in Worten Vierzehn Tore im Abendspiel zwischen Walldorf und Biebesheim
Die Torschützen, Mario Gotta (3) und Vassilios Porporis (2) durften nach gut einer Stunde (62.) vorzeitig zum Duschen. Als die beiden dann zurück kamen, konnten
sie es kaum glauben, Biebesheim war auf 6:5 herangekommen. Fast ein Alptraum, das Spiel schien plötzlich zu kippen. Für die Trainer zum Haare raufen, für die
Zuschauer ein Spektakel! Es waren noch 11 Minuten zu spielen. Doch mit Toren von Nico Struwe und zweimal Dominik Lewis bekam Walldorf doch noch die Kurve
und konnte nach der Nerven aufreibenden 2. Halbzeit den Sieg einfahren.
Das gab es noch nie (jedenfalls nicht nach meinen Aufzeichnungen die bis 1983 zurückreichen.

RW Walldorf - Olympia Biebesheim 9:5
Tore: 1:0 Matheisen (13.), 2:0 Gotta (18.), 3:0 Porporis (29.), 4:0 Gotta (39.), 4:1 Frisch (44.), 5:1 Porporis (45.+3), 5:2 Michel (46.), 6:2 Gotta (62.), 6:3 Michel (68.
FE), 6:4 Michel (75. FE), 6:5 Hermann (79.), 7:5 Struwe (83.), 8:5 Lewis (90. FE), 9:5 Struwe (90.+4).
Rot: Duban (75.). SR: Steffen Maaß (Bruchköbel).
Flanke (30 Meter) Fabian Borger, Gotta volley 4:0.
Walldorf: Darmstädter, Gotta (65, Lewis), Werther, Struwe (86. Wohn), Eichfelder, Frank, Porporis (66. Beck), Duban, Matheisen, Borger.
Biebesheim: Schenk (46. Kirchenkamp), Baumann, Cutrone, Marguardt (46. Hermann), Michel, Frisch, Köhler, Valenzano (84. Suckow), Wondra, Kienz, König.
Mario
Vassilios
Domenic
Nico
Begeisterung, Erleichterung, Bestätigung
Von Erwin Mader
Donnerstag war Gipfeltreffen angesagt. Rot-Weiß Walldorf empfing den Tabellenzweiten aus Unter-Abtsteinach. Der 10. September 2017 und die Schmach der 6:1
Schlappe war noch allen gegenwärtig. Es war der sechste Spieltag und Walldorf hatte seit 2014 nicht mehr gegen die SG Unter-Abtsteinach gewonnen.
Tobias Werther (5.) und Jannik Luxenburger (15.) durften nicht lange mitspielen. Der Schiedsrichter hatte die Beiden nach durchaus zweifelhaften Entscheidungen
vorzeitig zum Duschen geschickt.
Das wollte die Elf um Trainer Max Martin aus vielerlei Gründen wieder ausbügeln.
Der Wunsch ist das Eine - was dann wirklich auf dem Platz passiert ist das Andere. Es schien, dass ein ähnliches Debakel seinen Lauf nehmen wollte. Den meisten
der 150 Zuschauer stockte in der dritten Minute der Atem. Schiedsrichter Lars Wacker bläst in die Pfeife. Sein Arm deutet auf den „Punkt". Die Zuschauer sind
sprachlos - auch die Gäste.
Dabei war es von Dennis Wohn ein ganz normaler Zweikampf im Strafraum, so wie er hundertmal in einem Spiel passiert. „Eine krasse Fehlentscheidung" meint
Pressechef Erwin Mader!
Serdar Özbek verwandelte den Elfer zum 0:1. Walldorf brauchte eine viertel Stunde, um sich von dieser Situation zu erholen. Doch danach wendete sich das Blatt
recht deutlich. Walldorf holte zum Gegenschlag aus. In der 19 Minute - erneute Aufregung und Unverständnis bei den Zuschauern. Dieses Mal wurde Mario Gotta im
Strafraum gelegt. Doch die Pfeife blieb stumm. Wer weiß, wofür es gut war. Jedenfalls sorgte Nico Struwe mit seinem „halb-volley Schuss" in der 31. Minute für den
längst fälligen Ausgleich. Mario Gotta hatte Struwe den Ball steil vorgelegt.
Walldorf hatte sich „in Stimmung gespielt". Nacheinander hatten Mario Gotta (36.), Julian Ludwig (38.) und Christian Matheisen (41.) gute Chancen für das
Führungstor.
Das bejubelten die Walldorf-Fans aber erst in der 53. Spielminute. Nicht nur der Führung wegen, sondern weil es ein Tor der „Extraklasse" war. Fabian Borger flog über
den rechten Flügel an drei Gegenspieler vorbei und konnte zum Schluss noch eine stramm getreten, halbhohe Flanke servieren. Matheisen lief diesem Ball - verfolgt
von seinem Bewacher - im Fünfmeterraum entgegen und drückte aus kurzer Distanz das Leder mit der Brust ins kurze Eck. Begeisterung, Erleichterung, Bestätigung -
Gefühlbeschreibungen die jetzt bei vielen Fans aufkam.
Nach einem Foul an Gotta (73.) legte sich der Mann der ruhenden Bälle - Fabian Borger - das Spielgerät zurecht. Bestimmungsgemäß landete die Kugel auf dem Kopf
von Zweimetermann Jan Deumlich, der das Ding entgegen der Laufrichtung des SGU-Torstehers im Kasten unterbrachte.
Und dann kam noch Zeit des eifrigsten Walldorfer Spielers - die Zeit von Mario Gotta. Zunächst scheiterte er mit seinem Sololauf noch an Torwart Imre Knyaz (73.)
Aber weil's so schön war wiederholte er die Szene nur zwei Minuten später. Wieder entwischte Gotta seinen Verfolgern. Doch dieses Mal versenkt er den Ball im
langen Eck. Walldorf führte jetzt zu Recht mit 4:1. Unter-Abtsteinach, die sich bemühten fleißig mitzuspielen, war besiegt.
Konkurrenzkampf
25. Spieltag Gruppenliga Nachholspiel Donnerstag 3.5.2018 um 20:00 Uhr
Ein großer Schritt zur Meisterschaft
Mit einer überzeugende Vorstellung haben die Rot-Weissen am gestrigen Donnerstagabend Unter-Abtsteinach mit 4:1 bezwungen. Der Wille dieses Spiel zu
gewinnen war auch für die Zuschauer spürbar. Der berühmte Funke war übergesprungen. Mit Szenenapplaus wurden zahlreiche Aktionen, nicht nur die Tore, quittiert.
Die Mannschaft von Trainer Max Martin hat überzeugt! Spielfreude, Laufbereitschaft, Einsatz, Spielwitz haben gestimmt. Glückwunsch ans ganze Team!

RW Walldorf - SG Unter-Abtsteinach 4:1
Tore: 0:1 Özbek (3. FE), 1:1 Struwe (31.), 2:1 Matheisen (53.), 3:1 Deumlich (73.), 4:1 Gotta (75.). SR: Lars Wacker.
Walldorf: Darmstädter, Gotta, Werther, Deumlich, Ludwig (69. Beck), Struwe, Hammann, Eichfelder, Wohn (90. Niksic), Matheisen (84. Mamay), Borger.
SGU: Knyaz, Sam, Oberle, Cabezas, Hastert (69. Rösch), Georgiey, Gürsoy, Magel (46. Riebel), Rautenberg, Özbek (73. Arikan), Laudenklos.
Der Zufall wollte es so
beide Rot-WEISS Mannschaften sichern sich vorzeitig die Meisterschaft
Die Spielpläne in der Kreisliga A Groß-Gerau und der Gruppenliga Darmstadt bestimmten für den 31. Spieltag, dass beide Vereine (Walldorf und Büttelborn) mit ihrer 1.
und 2. Mannschaft aufeinander treffen sollten.
Die Ausgangslage zeigte beide Walldorfer Teams jeweils auf Platz Eins der Tabelle. Mit einem Sieg können beide vorzeitig Meister werden.
Und genau das war geschehen. Die U23 unter Trainer Cano Dursun im Vorspiel und die Erste unter Trainer Max Martin im Nachgang machten ihr Meisterstück.
Einmalig in der Vereinsgeschichte diese Doppelmeisterschaft und das dann noch am gleichen Tag.

31. Spieltag Kreisliga Sonntag, 6.5.2018 um 13:00 Uhr
Zweite Mannschaft von Rot-Weiss Walldorf steigt erstmals in die Kreisoberliga auf
Walldorfs Trainer Ercan Dursun und sein Team wollten unbedingt im Heimspiel gegen die SKV Büttelborn II den Aufstieg in die Kreisoberliga, vier Spieltage vor
Saisonende, vorzeitig perfekt machen.
Vor einer stattlichen Kulisse von ca. 60 Zuschauern brachte bereits der 1. Angriff nach gestoppten 66 Sekunden den 1:0 Führungstreffer durch Florian Wotzlaw für
Walldorf. Sebastian Wind und Markus Karakut erhöhte auf 3:0 Pausenführung. Darauf ausruhen wollte sich die Mannschaft aber nicht und so ging der Torreigen nach
der Pause weiter. Corbinian Topmöller, Fabian Stauber, Mirwais Kamali und nochmals Karakut steuerten noch vier Treffer zum 7:0 Endstand bei. Nach Abpfiff des
Schiedsrichters war die Freude riesengroß über den nun feststehenden Aufstieg in die Kreisoberliga.
RWW U23 - SKV Büttelborn II 7:0
Tore: 1:0 Wotzlaw (2.), 2:0 Wind (28.), 3:0 Karakut (), 4:0 Topmöller (58.), 5:0 Stauber (75. FE), 6:0 Kamali (82.), 7:0 Karakut (87.). SR: Thomas Kandziorowsky.
Walldorf: Schneider, Topmöller, Wotzlaw, Sallan, Mamay, Gernandt, Karakut, Wind (60. Stauber), Mader, Aktas (65. Gaus), Stanczak (80. Kamali).
31. Spieltag Gruppenliga Sonntag, 6.5.2018 um 15:30 Uhr
RW Walldorf feiert Titelgewinn - 3:0-Sieg im Derby gegen Büttelborn
„Aufsteiger, Aufsteiger", grölte die Partygesellschaft, die eben noch Fußball gespielt hatte. „Nie mehr Gruppenliga" war ein weiterer Hit zu den vielen Bierduschen auf
dem Platz. Der SV Rot-Weiß Walldorf ist seit Sonntag, seit dem 3:0 (1:0)-Derbysieg gegen die SKV Büttelborn, Meister der Gruppenliga Darmstadt.
„Das war seit Wochen die schwächste Leistung von uns", sagte RWW-Trainer Max Martin, fügte aber sogleich hinzu: „Das ist an so einem Tag völlig wurscht." Zum
ersten Mal in der Geschichte des 1914 gegründeten Vereins konnten sowohl die U 23-Mannschaft, die im Vorspiel den A-Liga-Titel perfekt machte, als auch das erste
Team am selben Tag die Meisterschaft feiern (Dirk Winter).
Deutliche Worte in der Trinkpause
Nach gut einer halben Stunde gönnte Schiedsrichter Sebastian Wiesner den Derbygegnern eine Trinkpause. Die Gelegenheit für beide Trainer, ihre Spieler um sich zu
scharen. Dabei redete Martin erregt auf die Seinen ein: Es missfiel ihm, dass die Heimelf der SKV viel zu viel Raum für den Spielaufbau ließ. Und dass nach vorne mit
zu wenig Vehemenz gegen den Ballführenden gearbeitet wurde. So bekamen die Walldorfer keinen Zugriff auf den geschickt verteidigenden Gegner. „Das reicht nicht,
Männer", brüllte Martin.
Erst nach dem Seitenwechsel machte der SV Rot-Weiß wieder Tempo. Mit Erfolg: Mario Gotta passte steil in den Lauf von Nico Struwe, der das vom Klassenprimus
so ersehnte zweite Tor schoss (56.). Mit dem dritten Tor in der 69. Minute war das Derby dann entschieden.
RW Walldorf - SKV Büttelborn 3:0
Tore: 1:0 Eichfelder (1.), 2:0 Struwe (56.), 3:0 Beck (69.). SR: Sebastian Wiesner.
Walldorf: Darmstädter, Gotta, Werther (77. Niksic), Ludwig (46. Deumlich), Struwe, Hammann, Beck, Borger, Eichfelder, Matheisen (83. Dukas), Wohn.
Notlösung
21. Spieltag Verbandsliga Sonntag, 2.12.2018 um 15:00 Uhr
Mit einem deutlichen Sieg über Eintr. Altwiedermus geht es in die Winterpause
Von Erwin Mader
Es war schon ein verrückter Spieltag für Walldorfs Coach Max Martin.
Er musste er auf seine komplette Sturmabteilung verzichten, setzt einen gelernten Defensiv-Mittelfeldspieler in die Spitze und genau dieser macht sein Spiel der
Spiele. Dreimal hieß es über die Lautsprecher: „Torschütze - der Spieler mit der Nummer 5 - Jan Deumlich".
Dominik Lewis, Nils Herdt, Nico Struwe und Daniel Beck standen nicht zur Verfügung, sodass Martin dieses Wagnis eingehen musste. Ob aus dieser Notlösung eine
dauerhafte Sache wird, wird sich nächstes Jahr herausstellen.
RW Walldorf - Eintr. Altwiedermus 3:0
Tore: 1:0 Deumlich (15.), 2:0 Deumlich (30.), 3:0 Deumlich (56.). SR: Andre Klein.
Walldorf: Darmstädter, Werther, Niksic, Deumlich (82. Demir), Ludwig, Tayboga, Matheisen, Borger, Walter (64. Kremer), Felter, Nguyen (76. Wohn).
Nass gemacht
9. Spieltag Bezirksoberliga Samstag, 04.10.2003
Wir schreiben die 76. Minute: Walldorf liegt sicher mit 1:4 vorn. Der Himmel öffnete seine Schleusen, Wolkenbruch artiger Regen prasselte nieder und spülte die
Walldorfer Führung in den Gulli. Zuvor hatte Ginsheim Routinier und Goalgetter Jürgen Marker eingewechselt und binnen 14 Minuten war die Führung futsch.
VfB Ginsheim - RW Walldorf 4:4
RW Walldorf: Klippel, Becker, Gonzalez, Forster, El Mojahid, Locke (82. Volk), Baaden, Lopez, Hakan Ünal, Sempruch (89. Brogno), Abidin Ünal. Tore: 0:1 Lopez
(25.). 0:2 Lopez (43.), 1:2 Hennig (62.), 1:3 H. Ünal (68.), 1:4 Sempruch (70./FE), 2:4 Marker (76.), 3:4 Marker (79.), 4:4 Marker (89.).
Wir schreiben die 76. Minute: Walldorf liegt sicher mit 1:4 vorn. Der Himmel öffnete seine Schleusen, Wolkenbruch artiger Regen prasselte nieder und spülte die
Walldorfer Führung in den Gulli. Zuvor hatte Ginsheim Routinier und Goalgetter Jürgen Marker eingewechselt und binnen 14 Minuten war die Führung futsch.
Als der Himmel seine Schleusen öffnete und der Regen eine Viertelstunde vor Spielende einsetzte, begann der Ginsheimer Marker wie ein Orkan im Walldorfer Strafraum zu
wüten. Mit einem lupenreinen Hattrick sicherte Marker (76./79./89.) dem VfB Ginsheim beim 4:4 gegen Aufstiegsaspirant Rot-Weiß Walldorf ein für kaum noch für möglich gehal­
tenes Remis in der Bezirks-Oberliga Darmstadt und stürzte zugleich die Gäste um Trainer Holger Anthes nach dem Schlusspfiff der turbulen­ten Partie in ein Jammertal. „Wenn
man 15 Minuten vor dem Ende mit 4:1 führt, dann darf man nicht mehr den Ausgleich hinnehmen", schüttelte Walldorfs Funktionär Erwin Mader ungläubig den Kopf: „Man könnte
auch sagen: der Regen hat den Sieg weggeschwemmt." Ursprünglich hatte Walldorf fest mit einem „Dreier" geplant, am Ende sprang trotz der klaren 4:1-Zwischenführung
durch Adian Lopez (25./ 43.), Hakan Ünal (68.) und Sempruch (70./Elfmeter) nur ein Punkt heraus. Für die Platzherren hatte außer „Matchwinner" Marker noch Hennig (62.) zum
1:2 getroffen. (Erwin Mader).
32. Spieltag Verbandsliga Sonntag, 12.05.2019
DURSCHMARSCH - Walldorf sichert sich den Titel
Rot-Weiß glückt Durchmarsch / Furioses 7:2 gegen Erlensee und Remis im Hanauer Derby machen's
möglich
Von Dirk Winter
Die Verbandsliga-Fußballer des SV Rot-Weiß Walldorf hatten das Ihre getan. Ja, sie hatten ihr Soll mit einem
furiosen 7:2-(3:0)-Sieg gegen den 1. FC Erlensee sogar übererfüllt. Aber es ging noch mehr an diesem
außergewöhnlichen Sonntag aus Walldorfer Sicht: Das Team um Trainer Max Martin konnte auch noch die
vorzeitige Meisterschaft bejubeln. Denn Verfolger FC Hanau 93 kam im Stadtderby gegen den Hanauer SC,
das knapp zwei Stunden später angepfiffen wurde, nicht über ein 1:1 hinaus. Im Moment des Triumphs
verspürte Max Martin „eine große Erleichterung“, dass all das Engagement, all die kräfte- und
nervenzehrenden Anstrengungen dieser Saison mit einem solchen Coup des Neulings belohnt wurden.
Von Beginn an setzte der SV Rot-Weiß dem 1. FC Erlensee mit einem beeindruckenden Tempo zu. Unablässig trieb Martin sein Team zu einem Pressing an, das
schon früh in der Gegners Hälfte begann. Und kaum in Ballbesitz, kombinierten sich die Walldorfer mit viel Spielwitz durch die Defensive des Mitaufsteigers. Lange
hatte Martin in der vergangenen Trainingswoche geschwankt, wie er gegen den spielstarken FCE taktieren soll. Für ein Mittelfeldpressing hätte gesprochen, dem Team
aus dem Main-Kinzig-Kreis so den Spielraum zu verengen. Aber Martin hatte das Gefühl, dass seine Mannschaft bereit sein könne, ein laufintensives Angriffspressing
aufzuziehen. „Wenn es in der Anfangsphase nicht geklappt hätte, dann hätten wir uns wieder ins Mittelfeldpressing zurückgezogen“, sagt Martin: „Aber die Jungs haben
das so gut gemacht, waren so gut in den Zweikämpfen und so lauffreudig - da konnte man gleich sehen, dass sie das über 90 Minuten würden durchziehen können.“
Aus einer ohnehin bärenstarken Walldorfer Mannschaft ragte Daniel Beck noch hervor. Nicht nur, dass der quirlige Linksaußen vier Tore schoss, bereitete er auch zwei
Treffer vor. Ein bis zur Pause (3:0) schon torreiches Spiel weitete sich nach der Pause zum Schützenfest aus, eröffnet von Herdt mit einem Kopfballtreffer nach Flanke
von Marc Eichfelder (51.).
Seine Torjägerqualitäten zeigte Beck mit dem 4:0 und 7:1 (66., 73.). Das 6:1 von Struwe (72.) bereitete Beck mit einem raffinierten Heber über die Innenverteidigung vor.
Zwischenzeitlich hatte ein Konter des FCE zum 5:1 von Tom Niegisch geführt. Es war in der 69. Minute die erste wirkliche Torchance der Gäste. Weil der SV Rot-Weiß
nämlich nicht nur in der Offensive, sondern auch im Rückzugsverhalten sehr lauffleißig war, hatte der Spitzenreiter den FCE lange vom eigenen Tor fern. „Das haben wir
wunderbar gemacht“, sagt Martin dazu. Dass bei seinem Team ab Mitte des zweiten Durchgangs, je höher die Führung wurde, die Konzentration etwas nachließ - sei's
drum.
RW Walldorf - 1,FC Erlensee 7:2
Tore:1:0 Beck (23.), 2:0 Beck (35.), 3:0 Ludwig (43. HE), 4:0 Herdt (51.), 5:0 Beck (67.), 5:1 Niegisch (69.), 6:1 Struwe (72.), 7:1 Beck (73.), 7:2 Wagner (88.).
SR: Sascha Kief (Römerberg).
Walldorf: Darmstädter, Werther, Deumlich, Ludwig (69. Tayboga), Herdt (77. Nguyen), Struwe, Eichfelder (66. Felter), Beck, Matheisen, Borger, Matheis,
Erlensee: Kuhl, Zerr, Forster (87. Koloczek), Münk, Walke, Lüdke, Becker (46 Reutter), Mohn, Wagner, Kreinbihl (60. Zimpel), Niegisch.