Übungen auf dem Bürgersteig
Mannschaftstraining beim Fußball-Hessenligisten SV Rot-Weiß Walldorf in Coronazeiten.
Von Dirk Winter
Von Weitem angeleitet von Trainer Max Martin, durchlaufen Nicolas McBee aus der A-Jugend und Maximilian Thomasberger einen Parcours. Beginnend mit schnellen
Trippelschritten durch die sogenannte Koordinationsleiter - ein auf dem Platz ausgebreitetes Trainingshilfsmittel, das wie eine flache Strickleiter aussieht -, geht es
weiter mit rasantem Umkurven von vier Slalomstangen. An weiteren Stationen springen die beiden Spieler von einem Kunststoffring zum nächsten und über Mini-
Hürden. Dazwischen dribbeln sie immer wieder, um den Ball am Ende des Rundkurses aufs leere Tor zu schießen. In der anderen Hälfte des Kunstrasenplatzes II
machen Teamkapitän Christian Matheisen und Zweitmannschaftsspieler Marc Nopp die gleichen Übungen. Eine Dreiviertelstunde lang geht das so. Dann kommen vier
weitere Fußballer in diesem von Martin und von Assistenztrainer Marco Wronski ausgearbeiteten Programm an die Reihe. Eines, das sich an den Corona-Auflagen
orientiert: „Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden
Person gestattet". So heißt es in der hessischen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung. Matheisen ist froh, dass wenigstens ein bisschen Training
auf dem Platz möglich ist. „Es ist einfach schön, den Ball mal wieder am Fuß zu haben", sagt der Kapitän, „und auch eine Abwechslung". Denn ansonsten bleibt den
RWW-Fußballern nur, sich alleine - mit Übungen zu Hause und mit Läufen - fit zu halten. Regelmäßig kommen die Rot-Weißen auch virtuell zusammen, um mittels
Videokonferenz jeder für sich und doch gemeinsam zu trainieren. Dabei, so Martin, seien zwar viele Stabilisations- und Kräftigungsübungen sowie dynamische
Bewegungen möglich gewesen. „Aber da trainiert man mehr oder weniger nur auf der Stelle", sagt Martin, „weil eben jeder nur seine paar Quadratmeter zu Hause zur
Verfügung hat". Zuweilen hätten die Rot-Weißen bei den Videoschalten sogar Übungen mit Ball versucht. Bei manchem Spieler, der nicht über einen Hof oder Garten
verfügt, in kurioser Szenerie: Während des ersten Lockdowns im Frühjahr vergangenen Jahres wich etwa Takero Itoi auf den Bürgersteig aus. Seine
Mannschaftskollegen sahen ihn am Ball, während im Hintergrund immer wieder Autos vorbeifuhren. „Das sah so aus, als ob er die Übungen mitten auf der Hauptstraße
machen würde", erzählt Martin lachend. Dieser Running Gag der Walldorfer Videoeinheiten verdeutlicht aber auch die Schwierigkeit, sich als Fußballer derzeit in Form
zu halten. Vor diesem Hintergrund empfindet Martin das coronagerechte Training auf dem Platz, so limitiert es wegen der strengen Auflagen auch ist, durchaus als
Gewinn. Wichtig ist ihm, dass die ihm anvertrauten Fußballer zumindest konditionell für eine eventuelle Saisonfortsetzung gerüstet sind. Auf dass sich seine
Mannschaft dann, falls es „doch wider Erwarten losgehen sollte in drei, vier Wochen" (Martin), aufs Trainieren von Spielformen konzentrieren könne. Aber so weit ist es
eben noch nicht. „Das Allerwichtigste ist jetzt und auch in den kommenden Wochen, dass die Jungs wieder den Ball am Fuß haben", erklärt Martin. Ansonsten enthielt
der Laufparcours Sprünge und viele kleine Bewegungen, die koordinative Fähigkeiten fördern und die Muskulatur auf unterschiedliche Art belasten. „Mehr kannst du da
nicht abbilden, weil man halt nicht in Gruppen trainieren kann", erklärt Martin. Selbst Grundlegendes im Zusammenwirken von Fußballern wie das Passspiel sei zurzeit
schwierig zu üben. Die Torhüter indes kommen an separaten Terminen mit ihrem Fachcoach, Reinhold Engel, zusammen. Den Nachmittag vor dem Trainingsabend,
den diese Zeitung besuchte, verbrachten Martin und Matheisen an der Taktiktafel. Bei Martin zu Hause exerzierten sie stundenlang Lösungsmöglichkeiten durch, wie
Angriffspressing gegen verschiedene gegnerische Formationen aussehen kann. Dies taten sie in einem Rollenspiel: Der Trainer dachte sich in die Rolle seiner
Mannschaft ein, der Kapitän versetzte sich in die Situation des Gegners. „Meistens funktioniert unser Angriffspressing ja ganz gut", sagt Martin. Aber in einigen Spielen
dieser und auch vergangener Saison hätten die Rot-Weißen eben doch Probleme gehabt: „Diese Spiele haben wir ein bisschen aufgearbeitet." Grundsätzliche
fußballerische Defizite sieht Martin bei seiner Mannschaft nicht. Das spielerische Grundkonzept stehe. Aber Details daraus will der Trainer in einer Videoschulung mit
dem Team auffrischen. Diese Einheit hat sich Martin für Februar vorgenommen.
EXKLUSIV


FOTOS Gerhard Götze


BERICHTE Dirk Winter


Am 27.03.2021 haben sich die beiden Geschäftsführer von AREHA, Berengar „Ber" und Larissa Buschmann mit einigen Fußballern der 1. Herrenmannschaft
(Hessenliga) getroffen. Der Kapitän, Christian Matheisen, durfte sich unter anderem einem Komplett Check-Up (Funktionsscreening) unterziehen und hat dies mit
großem Interesse verfolgt. Bei unserem fitten Innenverteidiger, Jonas Herberg wurde unter anderem der Sprunggelenk-Beweglichkeitstest „Knee to wall" durchgeführt.
Beide Spieler haben darüber hinaus chiropraktische Behandlungen erhalten.
AREHA ist ein stark wachsender, in Mörfelden-Walldorf ansässiger Experte für den Bereich der Sport-Physiotherapie. Tätig war AREHA um nur ein paar Namen zu
nennen für den 1. FFC Frankfurt, FSV Frankfurt und Eintracht Frankfurt. Im Bereich des Profi-Tennis ist AREHA auch kein unbekannter Name, da sie bereits bei der
ATP Worldtour Profi-Tennisspieler behandelt haben. Jede und jeder Mitarbeiter/in war und ist im Profibereich unterwegs. Die Einweihung am 27.03.2021 und die
Behandlungen sind erfolgreich verlaufen - wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Partner für die 1. Herrenmannschaft! Bei AREHA reicht die
Bandbreite von Rehabilitation bis hin zu funktioneller Osteopathie und über das Athletiktraining und vieles mehr!
Auf der Homepage von AREHA (www.areha.de <http://www.areha.de>) findet ihr auch eine gesamte Übersicht der angebotenen Leistungen. Anfragen können ohne
Umwege an „Ber" Buschmann gestellt werden: bb@areha.de
Rot-Weiß-Walldorf schließt Kooperation mit AREHA ab
Von Maurizio Battaglia

Fotos: Maurizio Battaglia
Meisterschaften ® Aufstiege ® Meisterspieler

Unsere Rot-Weiss-Kicker, sowohl die von der "Ersten" als auch die Jungs von der U23, hatten uns in jüngster Vergangenheit viel Freude bereitet. Drei Meisterschaften
konnten gefeiert werden. Saison 2017/18 - auch schon wieder drei Jahre her - im Doppelpack. U23 wurde Meister der Kreisliga A Groß-Gerau, die Erste Meister der
Gruppenliga Darmstadt. Saison 2018/19 hatte die Erste on top den Durchmarsch geschafft.
Unsere U23 spielt seitdem in der Kreisoberliga Darmstadt, unsere "Erste" in Hessens höchster Amateurliga, der Lotto Hessenliga. Beide Mannschaften behaupten
sich da trotz der Corona-Pandemie recht gut.

Was aber ist mit den Spielern?
Ein Großteil von ihnen blieb zunächst dem Verein treu.

1. Mannschaft
Vom Meisterteam der Saison 2017/18 sind heute noch zehn Spieler dabei - Fabian Borger, Kevin Darmstädter, Jan Deumlich, Marc Eichfelder, Julian Ludwig, Christian
Matheisen, Lucien Scheurich, Nico Struwe, sowie Adin Hajdarbegovic, Julian Schneider bei der U23.
Vom Meisterteam der Saison 2018/19 sind es noch 13 Akteure.
Fabian Borger, Kevin Darmstädter, Jan Deumlich, Marc Eichfelder, Christopher Felter, Kenan Guerbuez, Nils Herdt, Julian Ludwig, Christian Matheisen, Lucien
Scheurich, Nico Struwe wollen sich weiter im Hessenligateam behaupten, Sowie Jonatan Kremer und Julian Schneider bei der U23 Kader,

U23 (2.Mannschaft)
Vom Meisterteam der Saison 2017/18 sind heute noch elf Spieler dabei.
Ömer Apakhan, Kenan Guerbuez, Adin Hajdarbegovic, Markus Karakut, Florian Knacker, Jonatan Kremer, Steven Sallan, Julian Schneider, Patrick Stanczak,
Corbinian Topmöller, Florian Wotzlaw, Ilias Zariouh. Sowie Fabian Borger, Jan Deumlich, Julian Ludwig, Lucien Scheurich von der 1. Mannschaft.
Wir von der Ersten
und wir von der U23
Wir sind immer noch dabei