BERICHTE Klaus Eigler, Erwin Mader, Fabian May, Dirk Winter , Ralph Baumann, - Gerhard Götze FOTOS

Berichte sind von den Autoren genehmigt
Rot-Weiss
Walldorf
Usinger
TSG
ERGEBNISSE/TABELLE
TSV
Vatanspor HG
SV FC
Sandzak
1.FC
Erlensee
1. Hanauer
FC
SC 1960
Hanau
Rot-Weiss
Frankfurt
Eintracht
Altwiedermus
SG
Bornheim
Rot-Weiss
Darmstadt
Viktoria
Urberach
Germania
Ober-Roden
TS
Ober-Roden
Unter-
Abtsteinach
FFV
Sportfreunde
Wald-
Michelbach
Dominik
Koch
Tobias
Werther
Julian
Schneider
Fabian
Borger
Dragan
Niksic
Adin
Hajdarbegovic
Kenan
Guerbuez
Ben
Anagnostou
Marc
Eichfelder
Lucien
Scheurich
Jan
Deumlich
Daniel
Beck
Eren
Duban
Kosta
Dukas
Kevin
Darmdstädter
Julian
Ludwig
Temesgen
Mamay
Christian
Matgeisen
Fabian
Walter
Firat
Tayboga
Christoper
Felter
Tor
Abwehr
Mittelfeld
Unser Verbandsliga Team
Nils
Herdt
Samet
Demir
Nico
Struwe
Christopher
Nguyen
Jonatan
Kremer
Angriff
Mittelfeld
Dominik
Lewis
Dennis
Wohn
1 Aufsteiger, maximal 5 Absteiger - Richtzahl 17
Aufstiegsrunde mit Gruppenligen Frankfurt-Ost, Frankfurt-West und Darmstadt
RW Walldorf
15. SPIELTAG
Erinnerung fürs Leben
gibt es bei mir
gerhard.goetze@arcor.de
FC Erlensee
Walldorf macht aus 1:3 ein 7:3
Erst nach der Pause drehen die Rot-Weißen gegen Usingen auf / „Große Leistungsschwankungen"
Von Dirk Winter
Für die Zuschauer war es ein Fußballspiel mit hohem Unterhaltungswert. Max Martin allerdings konnte dem Spektakel am Samstag
wenig abgewinnen: Der Trainer des SV Rot-Weiß Walldorf empfand den 7:3-(1:2)-Sieg, den der gastgebende Verbandsligist gegen die
Usinger TSG erkämpfte, „grausam".
Zu viele Fehler hatte Martin von seiner Mannschaft gesehen: „Man muss einfach feststellen, dass wir noch keine Spitzenmannschaft
sind. Denn wir haben viel zu große Leistungsschwankungen in unserem Spiel." Immerhin gaben sich die Rot-Weißen, die ihren dritten
Tabellenplatz gehalten haben, selbst bei einem 1:3-Rückstand nach 54 Minuten nie auf. Ob Walldorfs furioser letzter halben Stunde
kassierten die Usinger, weiter Vorletzter des Klassements, ihr zweites 3:7-Debakel in Folge.
Nach Gegentoren von Marco Weber (17.) und Tim Pelka (42.), die jeweils nach einfachen Angriffen völlig frei standen, lag die Heimelf mit
0:2 zurück. Und sie konnte froh sein, in den ersten 45 Minuten nicht noch weitere Treffer kassiert zu haben. Ein Kopfballtor des Usingers
Carsten Hofmann wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Als Pelka bei einem Zweikampf im Walldorfer Strafraum zu Fall kam, ließ
Schiedsrichter Zanin Saleh Mustafa weiterspielen. In solchen Situationen hat es auch schon Strafstöße gegeben. Gerade noch vor der
Halbzeitpause - in der zweiten Minute der Nachspielzeit - gelang RWW-Torjäger Dominik Lewis der Anschlusstreffer.
„Unser größtes Problem war heute die Vierer-Abwehrkette", sagte Martin und ergänzte: „Aber wirklich die komplette Kette, nicht nur die
Innen-, sondern auch die Außenverteidiger." Sie waren zu weit weg von ihren Gegenspielern, überhaupt stimmte oft ihr Stellungsspiel
nicht. Auch beim dritten Tor, erneut erzielt von Pelka, brauchten die Usinger keine fußballerische Rafinesse, um die Walldorfer Abwehr
auszuhebeln (54.). Das RWW-Spiel nach vorne war Martin viel zu hektisch: „Das war nicht das, was wir spielen wollen und auch spielen
können." Ansonsten spielten die Rot-Weißen nach der Pause mit viel Tempo nach vorne. Torgefährliche Gegenangriffe ließen sie -
abgesehen vom 1:3 - erst gar nicht zu. Diesem Druck waren die Gäste auf Dauer nicht gewachsen. In dem eingewechselten Nils Herdt,
der dreimal traf, hatte der SV Rot-Weiß einen starken Verwerter. Ein weiterer Joker, Nico Struwe, schoss ebenfalls ein Tor. Lewis mit
seinem achten Saisontreffer und Christopher Nguyen waren die weiteren RWW-Schützen.

In der 66. Minute zündet Rot-Weiß
Walldorf den Turbo
Von Erwin Mader
Während das Spiel sehr unterhaltsam für die Zuschauer war, hat es die Trainer
beider Teams eine Menge an grauer Haare gekostet.
Es waren zwei Spielhälften, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können. Die
erste Halbzeit dominierte der Gast aus Usingen. Schon nach einer guten viertel
Stunde ging der Usinger TSG mit 1:0 in Führung. Die Ecke von Torben Selzer
wurde nicht konsequent genug abgewehrt, sodass Marco Weber das Geschenk
gerne annahm und sich dafür mit einem Dropkick ins linke Toreck bedankte. Das
zweite Tor der Gäste in der 33. Spielminute wurde vom Schiedsrichter wegen
Abseitsstellung nicht gegeben. Genauso wenig, wie der Strafstoß, den die Gäste
wegen eines vermeintlichen Fouls an Tim Pelka (38.) gefordert hatten. Nur kurze
Zeit später narrte der UTSG erneut die Walldorfer Abwehr. Lars Günther zirkelte
den Ball auf Pelkas Kopf und der versenkte das Ding zum 2:0 (43.). Pech hatten
die Gäste in der 44. Spielminute, als der Ball vom Pfosten wieder zurück ins Feld
sprang. Und dann - in der dritten Nachspielminute der ersten Halbzeit gelang
RWW-Torjäger Dominik Lewis aus dem Nichts der Anschlusstreffer (1:2).
Die Nachlässige Spielweise der Walldorfer setzte sich noch einige Minuten im
zweiten Durchgang fort. Liga-Neuling Walldorf wurde zwar etwas lebendiger, konnte
aber weiterhin keine richtige Torgefahr ausstrahlen. Über einen schnellen
Gegenangriff war erneut Pelka zur Stelle und traf zum 1:3 (55.). Vor dem
Hintergrund der bis dahin erbrachten Spielleistung der „Roten", war für die meisten
RW-Fans der Drops gelutscht. Doch die „Ungläubigen" hatten nicht mit dem
Engagement der Rot-Weißen und dem Ehrgeiz vom eben erst eingewechselten
Nils Herdt gerechnet. Den erneuten Anschlusstreffer zum 2:3 erledigte Christopher
Nguyen (66.). UTSG-Keeper Dreikausen ließ einen harmlosen Ball fallen und
Walldorfs Nguyen staubte dankend ab. Danach ging alles weitere rasend schnell.
Walldorf erkannte seine Chance und plötzlich lief alles wie am Schnürchen. Nils
Herdt glich in der 68. Minute aus. Lewis schlug in der 69. Minute erneut zu (4:3),
ehe Herdt mit einem Doppelschlag in der 79. und 86. Minute seinen Hattrick
vollendete. Den Schlusspunkt in dem torreichen Spiel setzte Nico Struwe mit dem
siebten Treffer für die Walldorfer.
„Unser größtes Problem war heute die Vierer-Abwehrkette", sagte RW-Trainer Max
Martin und ergänzte: „Aber wirklich die komplette Kette, nicht nur die Innen-,
sondern auch die Außenverteidiger." Sie waren zu weit weg von ihren
Gegenspielern, überhaupt stimmte oft ihr Stellungsspiel nicht.
Durch die Einwechslung von Struwe und Herdt kam frischer Wind auf Feld und
damit auch die Wende in einem bis dahin schwachen Walldorfer Spiel. Trotz allem
- der Sieg für die Gastgeber - nach einer fulminanten Aufholjagd - war durchaus
gerechtfertigt.

RW Walldorf
14. SPIELTAG
Usinger TSG
RW Walldorf - Usinger TSG 7:3
Tore: 0:1 Weber (18.), 0:2 Pelka (42.), 1:2 Lewis (45.+2), 1:3 Pelka (54.), 2:3 Nguyen (65.), 3:3 Herdt (69.), 4:3
Lewis (69.), 5:3 Herdt (79.), 6:3 Herdt (85.), 7:3 Struwe (87.).
SR: Zarin Saleh Mustafa (Wiesbaden).
Walldorf: Darmstädter, Werther, Niksic, Ludwig, Tayboga, Lewis (83. Scheurich), Eichfelder, Wohn (46. Struwe),
Beck (63. Herdt), Borger, Nguyen.
Usingen: Dreikausen, Gillis, Laustroer, Hofmann (66. Junghahn), Bretschneider, Kopp, Pelka, Günther (75. Pauly),
Weber, Selzer, Leonhardt (18. Kaul).
Aufsteiger RWW bei Aufsteiger FCE
Von Dirk Winter
Es ging mal wieder gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel der
Fußball-Verbandsliga. Und erneut tat sich der SV Rot-Weiß Walldorf schwer, auch
wenn der Ligadritte doch noch hoch gewann (7:3 gegen Usingen nach 1:3-
Rückstand). Trainer Max Martin vermutet, dass sein Team solche Gegner
unbewusst unterschätzt: „Vielleicht fehlt da die Spannung."
Doch wenn's darauf ankommt, von Schwach- auf Starkstrom umzustellen, fällt das
schwer: „Bei vielen Spielern ist es dann so, dass sie den Hebel nicht mehr umlegen
können." Die Gefahr, nicht voll motiviert ins Spiel zu gehen, sollte am kommenden
Sonntag (15 Uhr) nicht drohen. Gastgeber des SV Rot-Weiß ist nämlich der
Tabellensechste 1. FC Erlensee. Im Fußballzentrum Erlensee kommt es also zur
Begegnung zweier starker Aufsteiger.
„Wir müssen spieltaktisch wieder disziplinierter sein", sagt Martin. Vor allem fordert
der Trainer ein besseres Zweikampfverhalten als zuletzt, da die Rot-Weißen dem
Gegner viel zu viel Raum ließen. Im Usingen-Spiel ging das gerade noch mal gut.
Aber in Erlensee können sich die Walldorfer solche Nachlässigkeiten wohl nicht
erlauben.
Die junge Mannschaft des FCE, dessen Kader einen Altersdurchschnitt von 21,67
Jahren hat, ist in der vergangenen Saison als Aufsteiger auf Anhieb Meister der
Gruppenliga Frankfurt Ost geworden. Auch die Verbandsliga mischte das Team aus
dem Main-Kinzig-Kreis zunächst auf - und startete mit vier Siegen, darunter war ein
5:1-Coup gegen den Meisterschaftskandidaten Hanauer SC. Mittlerweile hat sich
der FCE im oberen tabellarischen Mittelfeld eingependelt.
Vor dieser Mannschaft hat Martin einigen Respekt. Das FCE-Team sei eingespielt,
technisch beschlagen und körperlich fit. Mithelfen, bei diesem Gegner zu bestehen,
kann der zuletzt beruflich verhinderte Jan Deumlich. Zudem hofft Martin, Christian
Matheisen wieder einsetzen zu können. Der Kapitän trainierte wieder mit, nachdem
er wegen Rückenproblemen pausiert hatte.

FC Erlensee - RW Walldorf 0:1
Tor: 0:1 Ludwig (64.). SR: Marvin Roos.
Erlensee: Kuhl, Emir, Hixt (88. Koloczek), Hamann, Luedke, Kreinbihl (65. Becker), Mohn, Wagner, Zimpel (73,
Zerr), Braun, Muenk.
Walldorf: Darmstädter, Werther, Niksic, Deumlich, Ludwig, Struwe, Herdt (70. Lewis), Scheurich (39. Borger),
Matheisen, Walter, Nguyen (76. Tayboga).
Traumtor sichert Walldorfer Sieg
Julian Ludwigs Volltreffer beschert Rot-Weiß 1:0-Erfolg beim 1. FC Erlensee
Von Dirk Winter
Julian Ludwig hielt aus 18 Metern drauf, und von der Lattenunterkante sprang der Ball ins Ziel. „Das war ein Traumtor", kommentierte
Manfred Knacker, Vorsitzender des SV Rot-Weiß Walldorf, diesen mächtigen Schuss.
Der Volltreffer Ludwigs bedeutete in der 54. Minute schon die Entscheidung: Die Walldorfer Verbandsliga-Fußballer siegten beim
Mitaufsteiger 1. FC Erlensee mit 1:0 (0:0) - und haben sich damit auf den zweiten Tabellenplatz verbessert. Obwohl sich die Mannschaft
um Trainer Max Martin viele Torchancen erspielte, blieb es also bis zum Schluss bei dem knappen Ergebnis. Dennoch hatte Knacker nie
das Gefühl, dass der Erfolg noch in Gefahr geraten könnte. Denn in ernsthafte Verlegenheit ließ sich eine „sehr gut eingestellte Walldorfer
Mannschaft" (Knacker) nicht bringen.
Die umbesetzte Vierer-Abwehrkette des SV Rot-Weiß tat ihren Sicherheitsdienst tadellos. Überhaupt stand der Defensivverbund der
Gäste, die den Erlenseern wenig Spielraum ließen. Dabei wirkte Lucien Scheurich nur 29 Minuten mit. Wie gravierend seine
Knieverletzung ist, die sich der 23 Jahre alte Abwehrmann zugezogen hat, wird in den nächsten Tagen ärztlich abgeklärt. In der Offensive
„haben wir sehr dominant gespielt", so Knacker. Christopher Nguyen (16.) und Nils Herdt (23.) verfehlten das FCE-Tor knapp, ein Kopfball
von Jan Deumlich landete an der Latte (45.). Auf der Gegenseite traf Moritz Kreinbihl das Walldorfer Außennetz (34.).
Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Rot-Weißen ihren Offensivdrang noch. Nach dem Führungstreffer hatten Nico Struwe (66., 81.),
Dominik Lewis und Firat Tayboga (78.) sowie erneut Lewis mit einem Freistoß (90.) gute Chancen. Der FCE hatte seine größte
Einschussmöglichkeit in der zweiten Halbzeit erst eine Minute vor Schluss, als RWW-Torhüter Kevin Darmstädter einen Freistoß parierte.
Julian Ludwigs erstes Saisontor für Walldorf war auch gleich der
Siegtreffer der Rot-Weissen.
Kapitän Christian Matheisen wieder dabei
Fotos: Maurizio Battaglia
Das Tor von Julian und
Stimmen zum Spiel sind
auf Mainkick.TV zusehen.