Baunatal

90'
BERICHTE Klaus Eigler, Erwin Mader, Dirk Winter , Ralph Baumann, - Gerhard Götze FOTOS


Berichte sind von den Autoren genehmigt
Für Euch am Ball GG

LOTTO HESSENLIGA
FV
Bad Vilbel
KSV
Baunatal
TUS
Dietkirchen
SC
Waldgirmes
SV
Steinbach
SC Hessen
,.Dreieich
FC
Eddersheim
FSV
Fernwald
Türk Gücü
Friedberg
SG Fulda
Lehnherz
VfB
Ginsheim
SC Vikt.
Griesheim
SV RW
Hadamar
SV
Zeilsheim
1.FC
Hanau
SV
Neuhof
Hünfelder
SV
Spieltag
0'
Walldorf
Lotto Hessenliga Saison 2020/21
SC 1960
Hanau
1.FC
Erlensee
Jubel nach Struwes 1:0 Führungatreffe
Struwe 12'
RW Walldorf - 1. Hanauer FC 6:2
Tore: 1:0 Struwe (12.), 2:0 Eichfelder (38.), 2:1 Kara (43.), 3:1 Struwe (44.), 2:2 (), 3:2 Itoi (47.), 4:2 Akgöz (69.), 5:2 Ludwig (80.), 6:2 Ludwig (90.).
Gelb-Rot: 45. (71. beide Hanau). SR: Marcus Rolbrtzki).
Walldorf: Darmstädter, Herberg, Ludwig, Schneider, Struwe (75. Hakimi), Eichfelder, Itoi, Thomasberger, Felter, Matheisen (84. Sumanov), Borger (84. Neway).
Hanau: Brao, Kaiser, Suljic, Kara, Fink, Sentürk, Akgöz, Gavic, Gogol (46. Sejdovic), Gischewski (46. Muratoglu), Abdul.
Schäfer 82'
Zweimal Ludwig, zweimal Struwe:
RW Walldorf siegt 6:2 Die Hessenliga-Fußballer lassen dem favorisierten FC Hanau 93 keine Chance.
Trainer Max Martin lobt: „Wir haben sehr flexibel gespielt, genau so, wie ich mir das wünsche."
Von Dirk Winter
Kevin Darmstädter wurde vor dem Spiel für sein hundertstes Seniorenspiel beim SV Rot-Weiß Walldorf geehrt. Die Flasche mit edlem Schaumwein, die der Torhüter
geschenkt bekam, durfte er nach der Fußball-Hessenligapartie getrost leeren. Vielleicht im Kreise seiner Mannschaftskollegen. Alle hatten nach dem 6:2 (3:1)-Sieg
gegen den stärker eingeschätzten FC Hanau 93 allen Grund dazu. Trainer Max Martin lobte: „Wir haben sehr flexibel gespielt, genau so, wie ich mir das wünsche." Nur
einen kleinen Spritzer Wasser goss er in den Sekt: „Wir hätten das Spiel schon viel früher entscheiden müssen." Erst in der Schlussphase zog seine Mannschaft
entscheidend davon. Wie es sich die Rot-Weißen vorgenommen hatten, zwangen sie den favorisierten, mit mehreren regionalligaerfahrenen Spielern verstärkten
Hanauern ihr Spiel auf. Es war Hochtempofußball, mit dem Martins Mannen dem FC zusetzten. Wenn sie den Ball rasant von einer Anspielstation zur nächsten
sausen ließen, kamen die Gäste zuweilen kaum hinterher. So in der zwölften Minute, als Marc Eichfelder steil in den Strafraum passte, Takero Itoi quer zu Nico Struwe
spielt, und der Stürmer den Ball ins Tor prallen ließ - 1:0. Auf ähnliche Weise kam die nächste Walldorfer Großchance zustande. Wieder kam Struwe frei vor Torhüter
Armend Brao zum Schuss, scheiterte diesmal aber. Den Nachschuss von André Schneider blockte der FC-Spielertrainer, Ex-Bundesligaprofi Michael Fink, gerade
noch ab (21.). Das Versäumte holte der SV Rot-Weiß in der 38. Minute nach. Diesmal war Eichfelder der Vollender im Fünfmeterraum - 2:0. Kurz vor der Halbzeit
sorgte Struwe gar für das dritte Walldorfer Tor. Ärgerlich nur, dass die Heimelf unmittelbar zuvor den Anschlusstreffer von Cem Kara zugelassen hatte (43.). Allerdings
schwächten sich die Gäste selbst, als sich der bereits verwarnte Semih Sentürk wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte einhandelte (43.). Zweiter Platzverweis in der 70.
Minute Weil die Walldorfer auch nach dem Seitenwechsel gar nicht daran dachten, ihre Geschwindigkeit zu drosseln, ging es mit dem Actionfußball weiter. Einer, der
allen Spaß beim Zuschauen machte, die es mit den Rot-Weißen hielten. Takero Itoi schloss so einen Angriff gleich mit dem 4:1 ab (47.). Damit schien das Spiel
entschieden. Bis FC-Torjäger Varol Akgöz in der 67. Minute zum Nachschuss kam, nachdem Darmstädter einen Schuss aus dem Halbzeit nur abklatschen konnte -
4:2. Und erneut tat ein Hanauer seiner Mannschaft einen Bärendienst und sah Gelb-Rot, diesmal Wessam Abdel-Ghani (70.). Mit seinen beiden Toren entschied Julian
Ludwig die Partie endgültig. Sein 6:2 sei gar ein „Traumtor" gewesen, findet Martin: „Er hat das Ding voll in den Winkel gezimmert. Wunderbar."
RW Walldorf - KSV Baunatal 1:1
Tore: 1:0 Struwe (28), 1:1 Schäfer (82.). Gelb-Rot: 86. (KSV).
SR: Marcel Cholewa (Friedberg).
Walldorf: Darmstädter, Herberg, Ludwig, Hakimi (Itoi), Schneider,
Struwe, Eichfelder, Thomasberger, Felter, Matheisen, Borger.
Baunatal: Sippel, Künzel, Sattorov, Pforr, Schäfer, Schrader (57. Guel),
Springer (79. Wieczorek), Blahout, Heussner (46. Möller), Borgardt,
Krengel.
45'
Erst kein Elfmeter, dann das 1:1 Hessenligist RW Walldorf verpasst Sieg
gegen Baunatal, doch Trainer Martin sagt: „Die Jungs haben alles gegeben“
Von Dirk Winter
„Wir können besser Fußball spielen“, sagte Max Martin. Aber unzufrieden
war der Trainer des SV Rot-Weiß Walldorf trotzdem nicht. „Die Jungs haben
alles gegeben“, sagte er nach dem gestrigen 1:1 (1:0) seiner Hessenliga-
Mannschaft gegen den KSV Baunatal. Wie zuletzt erspielte sich der
gastgebende SV Rot-Weiß eine Fülle an Torchancen. Dass die Walldorfer
nur eine dieser Gelegenheiten nutzten, kostete sie letztlich zwei Punkte.
„Außerdem haben wir einen klaren Elfmeter nicht bekommen“, sagte Martin
verärgert. Er meinte eine Szene in der 80. Minute: Takero Itoi kam im
Gästestrafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Marcel Cholewa deutete nicht
auf den Elfmeterpunkt, sondern zeigte dem Japaner wegen einer „Schwalbe“
die gelbe Karte. Im Gegenzug traf Rolf Sattorov die Latte, und den Abpraller
drückte Felix Schäfer zum 1:1 ins Ziel. KSV-Trainer Tobias Nebe sprach
einerseits von einem „glücklichen Punkt“. Aber die Kräfteverhältnisse über
das gesamte Spiel betrachtet, „geht das Unentschieden in Ordnung“. Bitter
für den KSV, dass zwei Spieler verletzt vom Platz mussten: Florian
Heussner schied kurz vor der Halbzeit mit Verdacht auf Bänderriss aus.
Torschütze Felix Schäfer zog sich eine Platzwunde zu, die im Krankenhaus
genäht wurde, und obendrein eine Schulterverletzung. Zu allem Überfluss
handelte sich Jonas Springer in der Nachspielzeit auch noch Gelb-Rot ein.
Den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen lassen. Ihn aggressiv anlaufen,
möglichst schon in dessen Hälfte. Dabei mit voller Überzeugung auf den Ball
gehen. All das dürfte dem SV Rot-Weiß sehr bekannt vorgekommen sein.
Es ist das Instrumentarium, mit dem die Walldorfer insbesondere zu Hause
ihren Gegenüber zu bearbeiten pflegen.
Diesmal aber war es der KSV Baunatal, der mit solcher Wucht zu Werke ging. Fast wäre der KSV auch in Führung gegangen, doch Rolf Sattorov scheiterte mit einem
Flachschuss an RWW-Torhüter Kevin Darmstädter (4.). Springer schickte sich an, einen leichtsinnigen Rückpass der Rot-Weißen zu bestrafen. Im letzten Moment
kam ihm Jonas Herberg in die Quere - und der nur noch unkontrolliert geschossene Ball flog über die Latte (10.). Auf der Gegenseite musste Mohammed Hakimi
eigentlich treffen: Aus fünf Meter köpfte der RWW-Stürmer nach Flanke von André Schneider am Tor vorbei (6.). Es dauerte gut eine Viertelstunde, bis die Walldorfer ein
Mittel gegen die Baunataler Wucht gefunden hatten und besser ins Spiel kamen. Ein Steilpass erreichte Nico Struwe, der die Kugel zum 1:0 ins Netz schob (28.). „Das
Tor ist genau so gefallen, wie es fallen muss“, so Martin, „wenn der Gegner hoch steht und man den Mut hat, zu spielen und hinter die Abwehrkette zu kommen“. Ein
17-Meter-Schuss von Marc Eichfelder hielt KSV-Torhüter Kim Sippel (29.). Aber auch die Baunataler blieben gefährlich: Nico Schrader hatte Pech mit einem
Pfostentreffer (25.). „Wir haben zu viele klare Torchancen von Baunatal zugelassen“, kritisierte Martin. So intensiv, mit hoher Geschwindigkeit und mit viel Turbulenz in
beiden Strafräumen, ging es auch nach der Pause weiter. Der eingewechselte Itoi, der das Walldorfer Angriffsspiel mit seinen Tempoläufen belebte, vergab zwei gute
Torgelegenheiten: Erst rettete Torhüter Sippel per Fußabwehr (54.), dann rutschte dem freistehenden Japaner der Ball über den Fuß (62.). Beim 20-Meter-Freistoß von
Schneider fischte Sippel das Spielgerät aus dem Winkel (64.).