8. Spieltag | So. 15.09. | 15:00 Uhr | Sportplatz | Okrifteler Straße | An den Sportplätzen | 64546 Walldorf
Unnötige Niederlage" für RW Walldorf
Der Fußball-Hessenligist ist beim 1:2 gegen Stadtallendorf die aktivere und spielerisch stärkere Mannschaft und hat die besseren Torchancen.
Von Dirk Winter
Die aktivere, spielerisch stärkere Mannschaft mit den besseren Torchancen verlor. Dieses Resümee zogen die Verantwortlichen des SV Rot-Weiß Walldorf am
Sonntag. Gerade waren die gastgebenden Hessenliga-Fußballer dem Tabellendritten, TSV Eintracht Stadtallendorf, mit 1:2 (0:2) unterlegen. Es war das fünfte sieglose
RWW-Spiel in Folge, weshalb der Aufsteiger auf den elften Rang abgerutscht ist. Trainer Max Martin sagte: „Wir waren in der ersten Halbzeit klar überlegen." RWW-
Pressesprecher Erwin Mader sprach denn auch von einer „unnötigen Niederlage".
Nach zwölf Minuten versprang Nico Struwe der Ball fünf Meter vor dem TSV-Tor. Vier Minuten später parierte Eintracht-Keeper Dusan Olujic gerade noch gegen RWW-
Torjäger Nils Herdt. Mit 2:0 in Führung gingen nicht die verheißungsvoll stürmenden Walldorfer, sondern die Gäste. Über diese Gegentreffer ärgerte sich Martin: „Wir
haben uns die Dinger im Grunde selbst reingehauen."
So verursachte Struwe einen Foulelfmeter, als er übereifrig den Zweikampf mit Felix Nolte suchte. Der folgende Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Florian Tesch war
allerdings eine umstrittene Entscheidung. Mader legte sich fest: Noltes Sturz „war eine klare Schwalbe". Jascha Döringer war's egal. Er nutzte den Elfmeter zum 0:1
(34.). Es war schon der zweite Stadtallendorfer Strafstoß in dieser Partie. Denn vier Minuten zuvor hatte ein Missverständnis in der Walldorfer Abwehr ein elfmeterreifes
Foul zur Folge. Vom Punkt aus schoss Muhamet Arifi, aber Torhüter Kevin Darmstädter hielt.
Das zweite Gegentor verschuldete der SV Rot-Weiß mit einem Ballverlust in der eigenen Hälfte. Den folgenden Konter vollendete Nolte. Und wieder liefen Martins
Mannen einem Rückstand hinterher. Dass sie einen solchen aufholen können, haben die Rot-Weißen schon mehrmals in dieser Saison bewiesen. „Aber das geht
natürlich nicht jede Woche", so Martin. Diesmal wurde der Walldorfer Drang nicht belohnt. Martin: „Wenn das Spiel noch zehn Minuten läuft, machen wir den Ausgleich
vielleicht noch."
Jan Deumlich trifft und sieht Rot
In der 78. Minute hatten die Walldorfer allerdings auch Glück, als TSV-Fußballer Matthias Pape aus fünf Metern ungehindert zum Schuss kam - und das Ziel weit
verfehlte. Das Anschlusstor erzielte Jan Deumlich, erst sechs Minuten zuvor eingewechselt, in der 88. Minute. Jener Deumlich, für den das Spiel in der sechsten Minute
der Nachspielzeit mit einem Platzverweis endete. Der Mittelfeldspieler war mit Torhüter Olujic aneinandergeraten, der dafür die Rote Karte sah.
RW Walldorf

BERICHTE Klaus Eigler, Erwin Mader, Dirk Winter , Ralph Baumann, - Gerhard Götze FOTOS


Berichte sind von den Autoren genehmigt
Für Euch am Ball GG

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RW Hadamar
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Fulda Lehnherz
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1. Hanauer FC
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Stadtallendorf
RW Walldorf
Türk Gücü Friedberg
HESSENLIGA

15:00

Anstoß
Türk Gücü Friedberg

7. Spieltag
9. Spieltag
RW Walldorf - Eintr. Stadtallendorf 1:2
Tore: 0:1 Döringer (33. FE), 0:2 Nolte (39.), 1:2 Deumlich (88.). Gelbrot: Deumlich (90.+6). Rot: Olujic (90.+6). SR: Florian Tesch.
Walldorf: Darmstädter, Herberg, Ludwig, Herdt (77. Novis), Struwe (63. Itoi), Eichfelder, Nguyen, Guerbuez, Matheisen, Borger, Toch (82. Deumlich).
Stadtallendorf: Olujic, Vier, Pape, Döringer (90. Mitrou), Vidakovics, Schützr, Heuser, Nolte (82. Basmaci), Jovic (77. Krasniq), Arifi, Zildzovic.
Eintracht siegt, Olujic fliegt
von Benjamin Kaiser (aus Walldorf) und Marcello Di Cicco
Mit 2:1 (2:0) hat der TSV Eintracht Stadtallendorf am Sonntagnachmittag vor etwa 250 Zuschauern gegen Aufsteiger Rot-Weiß Walldorf gewonnen. Zum Ende der
Begegnung wurde es hektisch, und zwei Platzverweise gab es auch noch.
Nach hitzigen Schlussminuten hat die Stadtallendorfer Eintracht die Hessenliga-Partie bei Rot-Weiß Walldorf mit 2:1 gewonnen. Nach dem Anschlusstreffer von Jan
Deumlich (87.) kochten die Emotionen nach einem Foul an Stadtallendorfs Spielführer Kevin Vidakovics hoch. Nach der anschließenden Rudelbildung wurden Walldorfs
Jan Deumlich mit einer Gelb-Roten und Eintracht-Keeper Dusan Olujic mit einer Roten Karte vom Schiedsrichter vom Platz gestellt.
Zur Pause hatten die Stadtallendorfer Eintracht mit 2:0 geführt. Die Herrenwälder kamen durch Treffer von Jascha Döringer (34., Foulelfmeter) und Felix Nolte (40.) zur
Führung. Die Gäste hätten sogar noch höher führen können, doch Muhamet Arifi verschoss den ersten Strafstoß (30.). Die Hausherren hatten ihrerseits zwei gute
Torchancen, doch Stadtallendorfs Keeper Olujic hielt aus beide Male stark.
9. Spieltag | Sa. 21.09. | 15:00 Uhr | Türk Gücü Friedberg | Janstr. 35 | 61191 Rosbach
RW Walldorf hofft auf die Trendwende
Nach fünf sieglosen Spielen steht der Fußball-Hessenligist in Friedberg unter Druck.
Trainer Martin setzt darauf, dass seine Spieler „richtig angefressen sind.“
Von Dirk Winter
Der Trend spricht gegen den SV Rot-Weiß Walldorf. Fünf sieglose Spiele (drei Unentschieden, zwei
Niederlagen) in Folge hat der Fußball-Hessenligist hinter sich. Setzt diese Negativserie den Aufsteiger unter
Druck? „Ich hoffe es“, sagt der Trainer des Tabellenelften, Max Martin. Er erwartet eine Reaktion von seiner
Mannschaft im Spiel am Samstag (15 Uhr) bei Türk Gücü Friedberg.
Nach Martins Einschätzung haben sich die Rot-Weißen zuletzt unter Wert verkauft. Mit Blick auf die jüngste
1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Stadtallendorf sagt der Trainer: „Wir waren zum wiederholten Mal
spielerisch überlegen und standen diesmal sogar mit leeren Händen da.“ In den drei Partien zuvor waren
wenigstens Unentschieden gelungen. Vor diesem Hintergrund hofft Martin, dass seine Spieler nicht nur
enttäuscht, sondern richtig angefressen sind: „Das könnte ein paar Prozent mehr Leistung herauskitzeln.“
Eine Trendwende am Samstag auf der Sportanlage Eisenkrain in Ober-Rosbach wichtig. Dann bekommt es der
SV Rot-Weiß mit einem Tabellennachbarn zu tun, der mutmaßlich ein direkter Konkurrent im Kampf um den
Klassenerhalt sein wird. Der gastgebende Ligazehnte musste in der vergangenen Hessenligasaison bis zuletzt
um den Klassenerhalt bangen. Bei den Friedbergern folgte ein personeller Umbruch mit neun Abgängen und
zwölf Zugängen. Neu ist ein Weltenbummler: Shelby Printemps, US-Amerikaner mit auch haitianischem Pass,
hat schon in diversen Ländern gespielt, auch sieben Monate beim indonesischen Erstligisten Bhayangkara FC
aus Bekasi. Der Stürmer, ehemaliger Nationalspieler Haitis, kam vom Regionalligisten Optik Rathenow nach
Friedberg. Zu den bisher elf Saisontoren der Wetterauer hat Printemps vier beigetragen.
Bei der Vorbereitung auf den Gegner hat Martin festgestellt, dass Türk Gücü seine spielerischen Qualitäten hat.
Auch wenn solche Mannschaften dem SV Rot-Weiß eher liegen, äußert Martin Respekt: „Das wird bestimmt
nicht einfach werden.“ Zumal die Walldorfer wohl auf Daniele Toch verzichten müssen, der sich im Training eine
Zerrung oder gar einen Muskelfaserriss zugezogen hat. Auch Christopher Felter fällt wegen seiner
Muskelverletzung weiter aus. Und Jan Deumlich ist wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Stadtallendorf-
Spiel gesperrt.